BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
B. ADAM und seine Nachkommen (1. Mose 2,4b - 5,32)

6. Wie Gott der HERR dem Adam eine Gehilfin machte (1. Mose 2,18-25)


1. MOSE 2,18

18 Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.

Wir hörten soeben Gottes erstes und eindringliches Verbot, das Er dem Menschen gab, begleitet von einer außerordentlich überraschenden und erschütternden Androhung: „Welches Tages du von dem Baum der Erkenntnis issest, wirst du des Todes sterben!“ Hier jedoch dürfen wir in den lichten Glanz der Barmherzigkeit und Vatergüte Gottes hineinblicken, wenn wir Ihn sagen hören: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; Ich will ihm eine Gehilfin schaffen, die ihm gleich sei - die zu ihm passt!“ Zur vollen Ausprägung des Menschen gehörte auch die Möglichkeit des Umgangs mit einem gleichartigen und durchaus ebenbürtigen Wesen; der gegenseitige Austausch, die gegenseitige Teilung und Mitteilung der von Gott geschenkten Glückseligkeit, ein Leben mit gleichen Gaben und Aufgaben! (Lies Pred. 4,9-12; vgl. Sprüche 31,10; 2. Mose 4,10-17.)

Prediger 4,9-12 -- 9 So ist's ja besser zwei als eins; denn sie genießen doch ihrer Arbeit wohl. 10 Fällt ihrer einer so hilft ihm sein Gesell auf. Weh dem, der allein ist! Wenn er fällt, so ist keiner da, der ihm aufhelfe. 11 Auch wenn zwei beieinander liegen, wärmen sie sich; wie kann ein einzelner warm werden? 12 Einer mag überwältigt werden, aber zwei mögen widerstehen; und eine dreifältige Schnur reißt nicht leicht entzwei. / Sprüche 31,10 -- 10 Wem ein tugendsam Weib beschert ist, die ist viel edler denn die köstlichsten Perlen. / 2. Mose 4,10-17 -- 10 Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Bluts deines Bruders schreit zu mir von der Erde. 11 Und nun verflucht seist du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Händen empfangen. 12 Wenn du den Acker bauen wirst, soll er dir hinfort sein Vermögen nicht geben. Unstet und flüchtig sollst du sein auf Erden. 13 Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Sünde ist größer, denn daß sie mir vergeben werden möge. 14 Siehe, du treibst mich heute aus dem Lande, und ich muß mich vor deinem Angesicht verbergen und muß unstet und flüchtig sein auf Erden. So wird mir's gehen, daß mich totschlage, wer mich findet. 15 Aber der HERR sprach zu ihm: Nein; sondern wer Kain totschlägt, das soll siebenfältig gerächt werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, daß ihn niemand erschlüge, wer ihn fände. 16 Also ging Kain von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande Nod, jenseit Eden, gegen Morgen. 17 Und Kain erkannte sein Weib, die ward schwanger und gebar den Henoch. Und er baute eine Stadt, die nannte er nach seines Sohnes Namen Henoch.

Zunächst brachte Gott die Tiere, die Er schon vor dem Menschen am fünften und sechsten Tage geschaffen hatte, zu ihm. Sie sollten in Adam ihren von Gott über sie gesetzten Herrn und Gebieter erkennen. Vor allem sollte er diese vielen ihm zu Diensten stehenden Geschöpfe kennen lernen und jedem einzelnen den Namen geben! Paarweise werden sie ihm vorgeführt. (Vgl. 1. Mose 7,13-16.)

1. Mose 7,13-16 -- 13 Eben am selben Tage ging Noah in den Kasten mit Sem, Ham und Japheth, seinen Söhnen, und mit seinem Weibe und seiner Söhne drei Weibern, 14 dazu allerlei Getier nach seiner Art, allerlei Vieh nach seiner Art, allerlei Gewürm, das auf Erden kriecht, nach seiner Art und allerlei Vögel nach ihrer Art, alles was fliegen konnte, alles, was Fittiche hatte; 15 das ging alles zu Noah in den Kasten paarweise, von allem Fleisch, darin ein lebendiger Geist war. 16 Und das waren Männlein und Weiblein von allerlei Fleisch, und gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloß hinter ihm zu.

Ein göttlicher Befehl, den Tieren Namen zu geben, ergeht nicht. Der Mensch sieht die Tiere, fasst Gedanken über sie und diese Gedanken, an sich schon innerliche Worte, werden unwillkürlich zu lautbaren Namen, die er beim Anblick der Tiere ausspricht. Diese Namengebung soll nicht nur das Maß von Adams Können und Wissen offenbaren, sondern auch von nun an sein Verhältnis zu all den Tieren und ihr Verhältnis zu ihm bezeichnen. Wir dürfen wohl annehmen, dass Adam ebenso auch den Gewächsen, den Pflanzen und Bäumen Namen gab, obgleich dies als weniger bedeutsam nicht besonders erwähnt wird. Es war das für Adam der Antritt seines irdischen Königtums, seine Einsetzung in die göttliche Statthalterschaft, die geistige Besitzergreifung seines weiten Reiches! In Psalm 8 lesen wir: „Du Herr, hast den Menschen zum Herrscher gemacht über die Werke Deiner Hände: Alles hast Du unter seine Füße gestellt!“ (Psalm 8,7)

Psalm 8,8 -- 8 Schafe und Ochsen allzumal, dazu auch die wilden Tiere,

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