BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn(www.wol-blz.net) |
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Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT
DER TITUSBRIEFTitus 3,8Das ist gewißlich wahr; solches will ich, daß du fest lehrest, auf daß die, so an Gott gläubig geworden sind, in einem Stand guter Werke gefunden werden. Solches ist gut und nütze den Menschen. 2. Korinther 9,8Gott aber kann machen, daß allerlei Gnade unter euch reichlich sei, daß ihr in allen Dingen volle Genüge habt und reich seid zu allerlei guten Werken; „Das Wort ist gewiß“ (oder zuverlässig) - dasjenige nämlich, was der Apostel soeben in V. 4-7 ausgesprochen hat - eine Summa des ganzen Evangeliums! [Vgl. 1. Tim. 1,15; 4,9; 2. Tim. 2,11.] 1. Timotheus 1,15 -- Das ist gewißlich wahr und ein teuer wertes Wort, daß Christus Jesus gekommen ist in die Welt, die Sünder selig zu machen, unter welchen ich der vornehmste bin. / 1. Timotheus 4,9 -- Das ist gewißlich wahr und ein teuer wertes Wort. / 2. Timotheus 2,11 -- Das ist gewißlich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mitleben;
Ja, wie kostbar, daß alle Worte der Schrift, alle Zusagen unseres Gottes zuverlässig und gewiß sind für die Zeit und für die Ewigkeit. „In Ewigkeit, Jehova, steht Dein Wort fest in den Himmeln! Deine Zeugnisse sind sehr zuverlässig!“ - Titus sollte auf der Lehre und Verkündigung von der freien Gnade in Christo fest bestehen - auch gegenüber allen, die etwa den Christen von neuem das Joch des Gesetzes auferlegen wollten - vielleicht unter dem Vorwand, daß dieses besser als das Evangelium die Gläubigen zu Tätern des Willens Gottes mache. Nein, gerade das Gegenteil ist der Fall! - Allerdings ist es nötig, daß alle, die da lehren in der Gemeinde, fest bestehen auf tätiger Liebe, auf einem praktischen Christentum und selbst das beste Vorbild darin geben! Denn die Gefahr ist tatsächlich da, daß man sich die Segnungen des Evangeliums zu eigen macht, aber die Kraft desselben im Alltagsleben nicht beweist. [Lies Luk. 6,49; Jak. 2,14-26; 2. Tim. 3,5.] Lukas 6,49 -- Wer aber hört und nicht tut, der ist gleich einem Menschen, der ein Haus baute auf die Erde ohne Grund; und der Strom riß zu ihm zu, und es fiel alsbald, und das Haus gewann einen großen Riß. / Jakobus 2,14-26 -- 14 Was hilfst, liebe Brüder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? 15 So aber ein Bruder oder eine Schwester bloß wäre und Mangel hätte der täglichen Nahrung, 16 und jemand unter euch spräche zu ihnen: Gott berate euch, wärmet euch und sättiget euch! ihr gäbet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist: was hülfe ihnen das? 17 Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber. 18 Aber es möchte jemand sagen: Du hast den Glauben, und ich habe die Werke; zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken. 19 Du glaubst, daß ein einiger Gott ist? Du tust wohl daran; die Teufel glauben's auch und zittern. 20 Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, daß der Glaube ohne Werke tot sei? 21 Ist nicht Abraham, unser Vater, durch die Werke gerecht geworden, da er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? 22 Da siehst du, daß der Glaube mitgewirkt hat an seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden; 23 und ist die Schrift erfüllt, die da spricht: "Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet," und er ward ein Freund Gottes geheißen. 24 So sehet ihr nun, daß der Mensch durch die Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. 25 Desgleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch die Werke gerecht geworden, da sie die Boten aufnahm und ließ sie einen andern Weg hinaus? 26 Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne Werke tot. / 2. Timotheus 3,5 -- die da haben den Schein eines gottseligen Wesens, aber seine Kraft verleugnen sie; und solche meide.
Wie ein Kind nur gedeihen und sich gesund entwickeln kann, wenn Essen und Bewegung, Ernährung und Arbeit im richtigen Verhältnis stehen, so ist es auch im geistlichen Leben. Alle Gemeinschaften, welche auf gute Werke keinen Wert legen, verflachen und verkümmern! Die geistliche Speise, das Wort Gottes, verliert den Reiz und die kraftvolle Wirkung. Der Überschuß an Zeit und geistlichem Interesse wird auf törichte Streitfragen, auf Haarspaltereien verwendet. (Vgl. Kap. 1,14.) Titus 1,14 -- und nicht achten auf die jüdischen Fabeln und Gebote von Menschen, welche sich von der Wahrheit abwenden.
Damals waren es lange Auseinandersetzungen wegen Geschlechtsregistern und Einzelheiten des Gesetzes, heute sind es Sonderlehren und sonstige Nebensachen, die - aus dem Zusammenhang der Bibel gerissen - zu Kardinalfragen des Glaubens erhoben werden - so etwa das Essen oder Nichtessen gewisser Speisen, die Tauffrage, das Halten oder Nichthalten besonderer Tage, prophetische Zeitberechnungen usw. [Vgl. 1. Tim. 1,2-11.] 1. Timotheus 1,2-11 -- 2 auf Hoffnung des ewigen Lebens, welches verheißen hat, der nicht lügt, Gott, vor den Zeiten der Welt, 3 aber zu seiner Zeit hat er offenbart sein Wort durch die Predigt, die mir vertrauet ist nach dem Befehl Gottes, unsers Heilande, 4 dem Titus, meinem rechtschaffenen Sohn nach unser beider Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und dem HERRN Jesus Christus, unserm Heiland! 5 Derhalben ließ ich dich in Kreta, daß du solltest vollends ausrichten, was ich gelassen habe, und besetzen die Städte hin und her mit Ältesten, wie ich dir befohlen haben; 6 wo einer ist untadelig, eines Weibes Mann, der gläubige Kinder habe, nicht berüchtigt, daß sie Schwelger und ungehorsam sind. 7 Denn ein Bischof soll untadelig sein als ein Haushalter Gottes, nicht eigensinnig, nicht zornig, nicht ein Weinsäufer, nicht raufen, nicht unehrliche Hantierung treiben; 8 sondern gastfrei, gütig, züchtig, gerecht, heilig, keusch, 9 und haltend ob dem Wort, das gewiß ist, und lehrhaft, auf daß er mächtig sei, zu ermahnen durch die heilsame Lehre und zu strafen die Widersprecher. 10 Denn es sind viel freche und unnütze Schwätzer und Verführer, sonderlich die aus den Juden, 11 welchen man muß das Maul stopfen, die da ganze Häuser verkehren und lehren, was nicht taugt, um schändlichen Gewinns willen.
Alle solchen religiösen Streitereien und Wortklaubereien sind eitel und richten nur Verwirrung an. Das Wort Gottes ist nicht zu Verstandesspekulationen da, sondern für unser Herz und für unser praktisches Leben! (Vgl. 2. Tim. 2,23-26.) 2. Timotheus 2,23-26 -- 23 Aber der törichten und unnützen Fragen entschlage dich; denn du weißt, daß sie nur Zank gebären. 24 Ein Knecht aber des HERRN soll nicht zänkisch sein, sondern freundlich gegen jedermann, lehrhaft, der die Bösen tragen kann 25 und mit Sanftmut strafe die Widerspenstigen, ob ihnen Gott dermaleinst Buße gebe, die Wahrheit zu erkennen, 26 und sie wieder nüchtern würden aus des Teufels Strick, von dem sie gefangen sind zu seinem Willen.
„Das Endziel des Gebotes aber ist: Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben, wovon etliche abgeirrt sind und sich zu eitlem Geschwätz gewandt haben!“ (Dienstag, den 26. Oktober 1926) |