BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn(www.wol-blz.net) |
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Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT
Vorige Andacht -- Nächste Andacht 1. THESSALONICHER
1. Thessalonicher 2,1-121 Denn auch ihr wisset, liebe Brüder, von unserm Eingang zu euch, daß er nicht vergeblich gewesen ist; 2 sondern, ob wir gleich zuvor gelitten hatten und geschmäht gewesen waren zu Philippi, wie ihr wisset, waren wir freudig in unserm Gott, bei euch zu sagen das Evangelium Gottes mit großen Kämpfen. 3 Denn unsere Ermahnung ist nicht gewesen aus Irrtum noch aus Unreinigkeit noch mit List; 4 sondern, wie wir von Gott bewährt sind, daß uns das Evangelium vertraut ist zu predigen, also reden wir, nicht, als wollten wir den Menschen gefallen, sondern Gott, der unser Herz prüft. 5 Denn wir sind nie mit Schmeichelworten umgegangen, wie ihr wisset, noch mit verstecktem Geiz, Gott ist des Zeuge; 6 haben auch nicht Ehre gesucht von den Leuten, weder von euch noch von andern; 7 hätten euch auch mögen schwer sein als Christi Apostel. Aber wir sind mütterlich gewesen bei euch, gleichwie eine Amme ihr Kind pflegt 8 also hatten wir Herzenslust an euch und waren willig, euch mitzuteilen nicht allein das Evangelium Gottes sondern auch unser Leben, darum daß wir euch liebgewonnen haben. 9 Ihr seid wohl eingedenk, liebe Brüder, unsrer Arbeit und unsrer Mühe; denn Tag und Nacht arbeiteten wir, daß wir niemand unter euch beschwerlich wären, und predigten unter euch das Evangelium Gottes. 10 Des seid ihr Zeugen und Gott, wie heilig und gerecht und unsträflich wir bei euch, die ihr gläubig waret, gewesen sind; 11 wie ihr denn wisset, daß wir, wie ein Vater seine Kinder, einen jeglichen unter euch ermahnt und getröstet 12 und bezeugt haben, daß ihr wandeln solltet würdig vor Gott, der euch berufen hat zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit. Eben zu Philippi öffentlich geschmäht, geschlagen und eingekerkert, erneuerte Paulus zu Thessalonich mit großem Mute seine Angriffe auf das Reich der Finsternis. Kein irdisches Interesse, keine Selbstsucht oder gar Habsucht war bei ihm die Triebfeder. Es war „ein reiner und unbefleckter Dienst“ aus Liebe zu den Seelen. Er hatte sie nicht mit einschmeichelnden Worten gewonnen, sondern unter ihnen gewandelt als ein Knecht Jesu Christi, der auf dem Wege des Leidens und der Drangsale bewährt wurde. Selbst des Nachts hatte er mit fleißiger Hand gearbeitet, um sein Brot zu verdienen. Jetzt blickte er in Frieden und Dank auf die Tage in Thessalonich zurück. Die Gläubigen dort waren Zeuge, wie göttlich und gerecht und untadelig Paulus in ihrer Mitte gestanden hatte. Ja, in väterlicher Liebe hatte er sie ermahnt, würdig zu wandeln des Gottes, der sie zu Seinem eigenen Reiche und zu Seiner eigenen Herrlichkeit berief. - Wir finden leicht an uns selbst Gefallen und meinen, wenn wir es auch nicht aussprechen, wir könnten uns mit unserem Christentum wohl sehen lassen. Indessen mag der Blick auf den Dienst des Paulus uns davon überführen, daß wir Ursache haben, uns tief zu demütigen. Wieviel Selbstsucht und Bequemlichkeit mischt sich oft in unsere Dienste für den HERRN! (Mittwoch 5. September 1917) |