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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 667 ( Josef stellt seinen Brüdern eine Falle: Er schmuggelt seinen Becher in Benjamins Sack und bezichtigt ihn des Diebstahls )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

29. Josef stellt seinen Brüdern eine Falle: Er schmuggelt seinen Becher in Benjamins Sack und bezichtigt ihn des Diebstahls (1. Mose 44,1-16)


1. MOSE 44,14-16

14 Und Juda ging mit seinen Brüdern in Josephs Haus, denn er war noch daselbst; und sie fielen vor ihm nieder auf die Erde. 15 Joseph aber sprach zu ihnen: Wie habt ihr das tun dürfen? Wißt ihr nicht, daß ein solcher Mann, wie ich, erraten könne? 16 Juda sprach: Was sollen wir sagen meinem Herrn, oder wie sollen wir reden, und womit können wir uns rechtfertigen? Gott hat die Missetat deiner Knechte gefunden. Siehe da, wir und der, bei dem der Becher gefunden ist, sind meines Herrn Knechte.

PSALM 90, 7.8

7 Das macht dein Zorn, daß wir so vergehen, und dein Grimm, daß wir so plötzlich dahinmüssen. 8 Denn unsere Missetaten stellst du vor dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesicht.

Juda, der vor vielen Jahren in besonders trauriger Weise an Joseph gehandelt hatte – indem er den Rat gab, ihn zu verkaufen –, er zeichnete sich jetzt in erfreulicher Weise aus, indem er am entschiedensten für Benjamin eintrat und die zarteste Rücksicht gegen seinen alten Vater zeigte. Er sprach zu Joseph: „Was sollen wir meinem Herrn sagen? Womit sollen wir uns rechtfertigen? Gott hat die Missetat deiner Knechte gefunden.“ Welch eine seltsame Verteidigungsrede. Juda bekannte also sich und seine Brüder schuldig, und doch wissen sie sich frei von dem Vergehen dessen, wessen sie beschuldigt werden. Es ist eine große Hauptschuld ihres Lebens, die so übermächtig auf ihr Gewissen drückt, daß sie darauf verzichten, sich wegen des geringfügigen Verdachtes des Diebstahls zu verteidigen. In allem Mißgeschick erkannten sie Gottes Richterhand, die Tag und Nacht schwer auf ihnen lag, bis sie ihre Schuld nicht länger zu verhehlen suchten, sondern sie frei bekannten. Es ging ihnen wie dem Psalmisten: „Als ich von meiner Schuld schwieg, verzehrten sich meine Gebeine; denn Tag und Nacht lastete auf mir Deine Hand. Ich bekannte Dir meine Sünde und habe meine Ungerechtigkeit nicht zugedeckt. Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen und Du, Du hast vergeben die Ungerechtigkeit meiner Sünde!“ [Lies Ps. 51, 1 – 5. 10; 1. Joh. 1, 5 – 10.]

Psalm 51,1-5.10 -- 1 Ein Psalm Davids, vorzusingen; 2 da der Prophet Nathan zu ihm kam, als er war zu Bath-Seba eingegangen. 3 Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. 4 Wasche mich wohl von meiner Missetat und reinige mich von meiner Sünde. 5 Denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir. ... 10 Laß mich hören Freude und Wonne, daß die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen hast. / 1. Johannes 1,5-10 -- 5 Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsterni. 6 So wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. 7 So wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. 8 So wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 So wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Untugend. 10 So wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

Sollte jemand unter uns sein, der auch irgendeinen Fehltritt begangen hat, vielleicht schon vor vielen Jahren, und dem es bisher gelungen ist, denselben zu verbergen, dem möchte ich heute zurufen: Denke nicht, daß deine Missetat verborgen bleibt, nein, Gott wird auch deinen Fehler finden! Warte doch nicht, bis Gott ihn ans Licht bringt, sondern bekenne selbst deine Schuld. „Wer seine Missetat verbirgt, wird kein Gelingen haben, wer sie dagegen bekennt und läßt, wird Barmherzigkeit erlangen!“ [Lies Ps. 38, 1 – 9. 17. 18; 2. Sam. 24, 10.]

Psalm 38,1-9.17.18 -- 1 Ein Psalm Davids, zum Gedächtnis. 2 HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm. 3 Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drückt mich. 4 Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe vor deinem Drohen und ist kein Friede in meinen Gebeinen vor meiner Sünde. 5 Denn meine Sünden gehen über mein Haupt; wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer geworden. 6 Meine Wunden stinken und eitern vor meiner Torheit. 7 Ich gehe krumm und sehr gebückt; den ganzen Tag gehe ich traurig. 8 Denn meine Lenden verdorren ganz, und ist nichts Gesundes an meinem Leibe. 9 Es ist mir gar anders denn zuvor, und ich bin sehr zerstoßen. Ich heule vor Unruhe meines Herzens. ... 17 Denn ich denke: Daß sie sich ja nicht über mich freuen! Wenn mein Fuß wankte, würden sie sich hoch rühmen wider mich. 18 Denn ich bin zu Leiden gemacht, und mein Schmerz ist immer vor mir. / 2. Samuel 24,10 -- Und das Herz schlug David, nachdem das Volk gezählt war. Und David sprach zum HERRN: Ich habe schwer gesündigt, daß ich das getan habe; und nun, HERR, nimm weg die Missetat deines Knechtes; denn ich habe sehr töricht getan.

(Mittwoch, 4. November 1953)

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Zuletzt geändert am 04.01.2021 10:55 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)