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DER TITUSBRIEF
Titus 3,4-7
4 Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsers Heilandes, 5 nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes, 6 welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christum, unsern Heiland, 7 auf daß wir durch desselben Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung.
Römer 8,14-17
14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. 15 Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermals fürchten müßtet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! 16 Derselbe Geist gibt Zeugnis unserem Geist, daß wir Kinder Gottes sind. 17 Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.
Nicht nur hat der Heilige Geist in uns Sein erneuerndes Werk der Wiedergeburt getan - Er ist auch über uns ausgegossen worden, und zwar reichlich durch unseren Herrn Jesum Christum. Wiedergeboren waren die Jünger schon, seit Jesus ihnen begegnet war und sie zu Seinen Nachfolgern gemacht hatte. (In Joh. 1,41 u. 42 und Luk. 5,1-11 finden wir z. B. die Wiedergeburt [oder Bekehrung, was nach der Schrift zusammenfällt] des Petrus!)
1. Johannes 1,41.42 -- 41 Der findet am ersten seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden (welches ist verdolmetscht: der Gesalbte), 42 und führte ihn zu Jesu. Da ihn Jesus sah, sprach er: Du bist Simon, Jona's Sohn; du sollst Kephas (Fels) heißen / Lukas 5,1-11 -- 1 Es begab sich aber, da sich das Volk zu ihm drängte, zu hören das Wort Gottes, daß er stand am See Genezareth 2 und sah zwei Schiffe am See stehen, die Fischer aber waren ausgetreten und wuschen ihre Netze. 3 Da trat er in der Schiffe eines, welches Simons war, und bat ihn, daß er's ein wenig vom Lande führte. Und er setzte sich und lehrte das Volk aus dem Schiff. 4 Und als er hatte aufgehört zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Höhe und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Zug tut. 5 Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. 6 Und da sie das taten, beschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz zerriß. 7 Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiff waren, daß sie kämen und hülfen ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Schiffe voll, also daß sie sanken. 8 Da das Simon Petrus sah, fiel er Jesu zu den Knieen und sprach: HERR, gehe von mir hinaus! ich bin ein sündiger Mensch. 9 Denn es war ihn ein Schrecken angekommen, ihn und alle, die mit ihm waren, über diesen Fischzug, den sie miteinander getan hatten; 10 desgleichen auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht; denn von nun an wirst du Menschen fangen. 11 Und sie führten die Schiffe zu Lande und verließen alles und folgten ihm nach.
Aber erst als der Auferstandene und zum Himmel Erhöhte hat Jesus den Heiligen Geist auf sie ausgegossen. (Lies Apg. 2,1-18.)
Apostelgeschichte 2,1-18 -- 1 Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle einmütig beieinander. 2 Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel wie eines gewaltigen Windes und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; 4 und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit anderen Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen. 5 Es waren aber Juden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfürchtige Männer aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist. 6 Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen und wurden bestürzt; denn es hörte ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten. 7 Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen untereinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? 8 Wie hören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darin wir geboren sind? 9 Parther und Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamien und in Judäa und Kappadozien, Pontus und Asien, 10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und an den Enden von Lybien bei Kyrene und Ausländer von Rom, 11 Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie mit unsern Zungen die großen Taten Gottes reden. 12 Sie entsetzten sich aber alle und wurden irre und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? 13 Die andern aber hatten's ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins. 14 Da trat Petrus auf mit den Elfen, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, liebe Männer, und alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, das sei euch kundgetan, und lasset meine Worte zu euren Ohren eingehen. 15 Denn diese sind nicht trunken, wie ihr wähnet, sintemal es ist die dritte Stunde am Tage; 16 sondern das ist's, was durch den Propheten Joel zuvor gesagt ist: 17 "Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, ich will ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Ältesten sollen Träume haben; 18 und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in denselben Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.
So ist es auch für uns zweierlei, daß wir 1. aus dem Geiste geboren - durch den Geist erneuert sind und daß wir 2. mit dem Geiste gesalbt und versiegelt sind, Ihn als Zeugnis unserer Gotteskindschaft und als Unterpfand des kommenden Erbes empfangen haben! (Lies 2. Kor. 1,21.22; Gal. 4,6.)
2. Korinther 1,21.22 -- 21 Gott ist's aber, der uns befestigt samt euch in Christum und uns gesalbt 22 und versiegelt und in unsre Herzen das Pfand, den Geist, gegeben hat. / Galater 4,6 -- Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreit: Abba, lieber Vater
Reichlich ist der Heilige Geist über uns ausgegossen. Seine Kräfte und Gaben sind in reicher Fülle der wahren Gemeinde Gottes geschenkt und sie soll sie sich im Glauben aneignen. Kein Kreis von Gläubigen - kein einzelner Gläubiger braucht irgendwelchen Mangel zu leiden, denn der Herr ist Sonne und Schild; Er gibt Gnade und Herrlichkeit und enthält kein Gutes vor denen, die in Lauterkeit wandeln! „Denn wir haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, auf daß wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind!“ (Lies 1. Joh. 3,24; 4,13.14.)
1. Johannes 3,24 -- Und wer seine Gebote hält, der bleibt in ihm und er in ihm. Und daran erkennen wir, daß er in uns bleibt, an dem Geist, den er uns gegeben hat. / 1. Johannes 4,13.14 -- 13 Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, daß er uns von seinem Geiste gegeben hat. 14 Und wir haben gesehen und zeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat zum Heiland der Welt.
Nachdem wir also „gerechtfertigt worden sind durch Seine Gnade“ - d. h. Vergebung unserer Sünden empfangen haben und für Gerechte erklärt worden sind, weil wir unser Vertrauen einzig und allein auf Christum und Sein Blut setzen (Röm. 5,1.2; 1. Kor. 6,11),
Römer 5,1.2 -- 1 Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern HERRN Jesus Christus, 2 durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darin wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben soll. / 1. Korinther 6,11 -- Und solche sind euer etliche gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des HERRN Jesu und durch den Geist unsers Gottes.
gibt der Heilige Geist uns Zeugnis, daß wir Gottes geliebte Kinder und Erben Seiner ewigen Herrlichkeit sind. Er richtet unser Herz und unseren Blick zur seligen Ewigkeit und läßt uns jetzt schon etwas ahnen und schmecken von der ewigen Seligkeit, die uns bereitet ist: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und in keines Menschen Herz gekommen ist, das hat Gott bereitet denen, die Ihn lieben. Uns aber hat es Gott geoffenbart durch Seinen Geist!“ „Denn wir erwarten durch den Geist aus Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit.“ (Lies 2. Petr. 3,14.)
2. Petrus 3,14 -- Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten sollt, so tut Fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt und unsträflich im Frieden erfunden werdet;
Die Hoffnungen der Kinder Gottes sind nichts Ungewisses, sondern etwas durchaus Begründetes, Gewisses und Sicheres: „Unser Gott und Vater hat uns geliebt und uns ewigen Trost und gute Hoffnung geschenkt durch Seine Gnade!“ Deshalb wollen wir auch unsere „Freimütigkeit und den Ruhm unserer Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten!“
(Montag, den 25. Oktober 1926)