BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DER TITUSBRIEF


Matthäus 5,8

Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.

Titus 2,4.5

4 daß sie die jungen Weiber lehren züchtig sein, ihre Männer lieben, Kinder lieben, 5 sittig sein, keusch, häuslich, gütig, ihren Männern untertan, auf daß nicht das Wort Gottes verlästert werde.

Römer 12,1.2

1 Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottesdienst. 2 Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille.

„Züchtig (sittig)“ oder „besonnen“ soll die Frau sein, eigentlich: Selbsterziehung üben, sich selbst in der Zucht haben oder auch „gesunde Vernunft üben!“ Wie wichtig ist auch dieses! Wahrlich, „die Furcht Gottes - die tiefe Ehrfurcht vor Gott - ist der Weisheit Anfang!“ - „Keusch“ - „rein“ soll die Frau und Mutter sein. Gott beginnt Sein Reinigungswerk im Innersten des Menschen; aber dann soll es sich erstrecken auf alle Gebiete des Lebens! Heilig und rein am Leibe - heilig und rein im Geiste, in all unserem Denken und Tun will die göttliche Gnade uns haben! (Phil. 2,14-16.)

Philipper 2,14-16 -- 14 Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel 15 auf daß ihr seid ohne Tadel und lauter und Gottes Kinder, unsträflich mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlecht, unter welchem ihr scheinet als Lichter in der Welt, 16 damit daß ihr haltet an dem Wort des Lebens, mir zu einem Ruhm an dem Tage Christi, als der ich nicht vergeblich gelaufen noch vergeblich gearbeitet habe.

Wahrlich, es kostet den Heiligen Geist viel Mühe, diese Reinigungs- und Umgestaltungsarbeit an uns zu tun! Der Gott des Friedens heilige uns durch und durch und bewahre uns nach Geist, Seele und Leib tadellos auf die Ankunft unseres Herrn Jesu Christi! (Lies Joh. 7,38.39; 1. Kor. 6,19.20.)

Johannes 7,38.39 -- 38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen. 39 Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Heilige Geist war noch nicht da, denn Jesus war noch nicht verklärt. / 1. Korinther 6,19.20 -- 19 Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst. 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum so preist Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes.

Wie nötig, daß Kinder Gottes auch heilig und rein denken, heilig und rein handeln lernen auf dem Gebiet des ehelichen Umgangs und der Kindererzeugung! (Lies Ps. 127,3-5; 128,1-6!)

Psalm 127,3-5 -- 3 Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN, und Leibesfrucht ist ein Geschenk. 4 Wie die Pfeile in der Hand des Starken, also geraten die jungen Knaben. 5 Wohl dem, der seinen Köcher derselben voll hat! Die werden nicht zu Schanden, wenn sie mit ihren Feinden handeln im Tor./ Psalm 128,1-6 -- 1 Ein Lied im höhern Chor. Wohl dem, der den HERRN fürchtet und auf seinen Wegen geht! 2 Du wirst dich nähren deiner Hände arbeit; wohl dir, du hast es gut. 3 Dein Weib wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock drinnen in deinem Hause, deine Kinder wie Ölzweige um deinen Tisch her. 4 Siehe, also wird gesegnet der Mann, der den HERRN fürchtet. 5 Der HERR wird dich segnen aus Zion, daß du sehest das Glück Jerusalems dein Leben lang 6 und sehest deiner Kinder Kinder. Friede über Israel!

Wieviel Gnade und Weisheit von oben bedürfen gläubige Ehegatten! Welch doppelter Gnade und Leitung von oben bedarf hier die gläubige Frau, wenn ihr Mann noch nicht für Gott gewonnen ist! - „Häuslich“ soll die gläubige Frau sein. Sie soll ihren Haushalt in guter Ordnung halten. Die Gottseligkeit macht den Menschen ja „zu jedem guten Werk geschickt“! So soll sie sich auch viel Gnade, Weisheit und Geschicklichkeit von oben erbitten, um ihrem Manne eine gute, wirtschaftlich tüchtige Hausfrau zu sein. Sie soll nichts umkommen lassen, sparsam wirtschaften, alles praktisch verwerten und sich vor Gott verantwortlich fühlen für alle ihre Hausgenossen und für ihren Haushalt - sei er nun klein oder groß! (1. Mos. 18,9.)

1. Mose 18,9 -- Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Weib Sara? Er antwortete: Drinnen in der Hütte.

Es dient nicht zur Ehre Gottes, ist auch vor den Weltleuten kein gutes Zeugnis, wenn eine gläubige Frau soviel ausgeht und in den Häusern umherläuft! Von der unordentlichen Frau heißt es: „Ihre Füße bleiben nicht in ihrem Hause; bald ist sie im Freien, bald auf den Straßen!“ - Wie will sie ihre häuslichen Pflichten erfüllen, Mann und Kinder gut versorgen, wenn sie so viel anderes vornimmt?

Andererseits sollte eine gläubige Frau auch nicht in ihrem Haushalt „untergehen“! Es kann auch der Haushalt der Götze werden, dem alle höheren Interessen geopfert werden! - Wohl soll alles reinlich und geordnet sein; aber es gibt auch ein Irdischgesinntsein, eine „Ordnungswut“ und einen „Putzteufel“, vor denen sich ein Kind Gottes hüten muß! - Die gläubige Hausfrau ist in Christo zum Himmel berufen; sie darf jeden Tag die Wiederkunft des Herrn Jesu und das Entrücktwerden zur himmlischen Herrlichkeit erwarten! - Auch ihr gilt es: „Seid gleich den Knechten, die ihren Herrn erwarten!“ Wie gut, daß alle Gnade, alle Tragkraft, alle selbstlose Liebe und aller himmlischer Sinn bei Jesus und in Jesus zu finden ist für ein jedes von uns entsprechend seinen Bedürfnissen und seinen Schwierigkeiten!

(Mittwoch, den 6. Oktober 1926)

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