BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1949
Oktober 1949

Mittwoch, 19. Oktober 1949


1. Mose 4,23.24; Ps. 9,2-12a

Wir haben gesehen, welch neue Kulturwerte durch Lamech und seine drei Söhne jener alten Welt erschlossen wurden. Eine nie dagewesene Bereicherung des menschlichen Lebens schien damit verbunden und gesichert zu sein. Daher bot die Zukunft ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten auf diesen Gebieten! Lamech erscheint als ein Mann voll selbstbewußter Kraft. Er versteht es sich zu wehren und lässt sich nicht ungestraft angreifen. Lamech ist stolz darauf, wie er seinem Gegner heimgezahlt hat! – Das ist Lamech: zügellos ist seine Gewalttat, ungehemmt sein Vernichtungswille! Er liebt Frieden nur als ein Mittel zu neuen Kriegen, statt Eintracht sät er Zwietracht, und sein Auge sucht nicht nach einem Freund, sondern nach einem Feind. Ein Lamech zerschneidet das Tischtuch zwischen sich und dem Nächsten und zerreißt die Gemeinschaft; denn er ist nie bereit sich einzureihen und unterzuordnen – nie gewillt, an einem großen Ganzen mitzudienen, wenn es nicht seinem Plan und seiner eigenen Vergrößerung dient! So wird er zum Zerstörer jeder Gemeinschaft, jeden Verständnisses, jeden Friedens. – Lamech ist der Mensch des Hochmuts – der Rebell wider jede göttliche und menschliche Ordnung, die Unruhe der Welt – einen Vorausschattung auf den Antichristen! [Lies 2. Thess. 2,1-10.] – Seine Worte atmen wilden Trotz! Er hat einen Mann erschlagen – wahrscheinlich einen aus den Nachkommen Seths. Er weiß, daß ihm deshalb Gottes Zorn droht. Doch er bereut es nicht, vielmehr zeigt er sich als echter Sohn Kains. Er fordert die, welche er beleidigt hat, heraus und kündigt ihnen Rache an. Erkennen wir hier nicht nur die Züge unseres alten bösen Menschen, und müssen wir es nicht beklagen, daß in unserem eigenen Herzen und Leben schon solche Empfindungen und Eigenschaften geltend gemacht haben? [Lies Spr. 3,29-35; 11,20.21.]

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