BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1949
Juni 1949

Donnerstag, 9. Juni 1949


1. Mose 3,11-15

Gottes Stimme unterscheidet sich von der Menschenstimme dadurch, daß sie nicht beschwichtigt werden kann – unterscheidet sich von der Stimme der Schlange dadurch, daß Gott nicht an den schmerzenden, sondern an den schuldigen Punkt den Finger legt: „Hast du nicht gegessen von dem Baum, von dem Ich dir zu essen verboten habe?“ [Lies Hebr. 4,12.13; Jer. 23,29-31.] Wirklich, die Sünde ist wie eine Schlange, die sich dem reuigen Bekenntnis so lange als möglich in Schlangenwindungen nichtiger Entschuldigungen zu entziehen sucht. Der Mensch sprach: „Das Weib, das Du mir beigegeben hast, gab mir von der Frucht des Baumes und ich aß!“ Adam wälzte also die Schuld auf seine Frau und sogar auf Gott Selbst. Er gibt Gott die Verantwortung für sein Tun zurück. [Lies Hiob 23,1-5; Habakuk 2,4.] Das ist die letzte Verzweiflungsausflucht des Menschen, wenn er in die Sackgasse geraten ist; ja, wenn nichts anderes mehr hilft und entschuldigt, dann verklagt man Gott! – Als dann Gott auch die Frau fragt: „Was hast du getan?“, da spinnt sie die Entschuldigung weiter und schiebt die Verantwortung auf das einzige, worauf sie noch geschoben werden kann, auf die Schlange, die den Anlaß zur Versündigung gegeben hatte. Es ist richtig, was Eva sagt: doch daß Adam und Eva beide nicht an die eigene Brust schlagen, das ist schlimm! Wie kennzeichnet dies alles doch uns Menschen. Jeder von uns erkennt sich darin wieder! – Wohl kann man sagen, daß neben der Entschuldigung bei beiden das Bekenntnis der eigenen sündigen Tat nicht fehlte. Doch es stand nicht genügend im Vordergrund: die tiefe Reue und Betrübnis mangelte. [Lies 2. Kor. 7,9-11; Jes. 38,17.] Gerade so ist es ja heute nur zu oft. Der Sünder weist immer zuerst auf andere, als auf die eigene Schuld hin, oder er sucht auf die Umstände und die Verhältnisse die Schuld zu wälzen. [Lies Sprüche 21,8; Röm. 2,1.2.]

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