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JAHRGANG 1935
Januar 1935

Sonnabend, den 19. Januar 1935


2. Mose 29,15-18

Während der Stier (Farre) ein Sündopfer war, wurde nun ein Widder als Brandopfer herzugebracht. Unter den verschiedenen Opfertieren ist der Widder im besonderen das Bild völliger Widmung und Weihe für Gott! Auch auf ihn legten die Priester ihre Hände. Während jedoch die Handauflegung beim Sünd- und Schuldopfer bedeutet, daß der Opfernde nach Gottes gnädigem Willen seine Sünde auf das heilige, fleckenlose Opfer überträgt, bedeutet diese Handlung beim Brandopfer, daß der Darbringer sich im Glauben eins macht mit dem vollen Wert des Opfers vor Gott! - Wir erinnern uns, daß das Brandopfer stets ganz für Gott geräuchert wurde auf dem Altar zum lieblichen Geruch. (Lies 3. Mos. 1,1-17!) - So durften hier die Söhne Aarons sich im Glauben eins machen mit dem kostbaren Brandopfer und erlangten durch dasselbe Gnade und Wohlgefallen bei dem Herrn. „Denn mit einem Opfer hat Jesus alle, die sich heiligen lassen, für immer vollkommen gemacht in ihrer Stellung vor Gott.“ Dies bezeugt uns ganz klar der Heilige Geist, indem Gott spricht: „Eurer Sünden und eurer Ungerechtigkeiten will Ich nie mehr gedenken!“ - Jeder Glaubende, so wenig oder so viel er nun im Glauben erfaßt hat von der großen Liebe und Hingabe seines Erlösers - er steht in dem ganzen Wert und der ganzen Kostbarkeit Christi und Seines Opfers vor Gottes Augen da. Die ganze Schrift lehrt uns die herrliche, neue und ewig sichere Stellung der Annahme und des Wohlgefallens bei Gott, in welcher jeder aufrichtige Gläubige sich jetzt und für immer befindet: „Lob und Preis sei dem großen Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder Segnung und Wirkung des Geistes schon jetzt in den himmlischen Welten in Christus. - Bereits vor Grundlegung der Welt hat Er uns auserwählt in Jesus, damit wir vor Ihm wären heilig und tadellos in Liebe! - Ja, Gott wollte uns für Sich Selbst haben und hat uns von Ewigkeit her vorausbestimmt, daß Wir Seine Kinder sein sollten durch unseren Herrn Jesus Christus. So war es Sein Wille und Sein Wohlgefallen, und so dient es zum Preis Seiner herrlichen Gnade, die Er uns in Seinem geliebten Sohn zugewandt hat!“ - Aaron und seine Söhne machen sich durch die Handauflegung eins mit diesem ganz für Gott bestimmten Opfer. So steht Christus vor unserem Herzen, und so sind wir mit Ihm und Seiner Vollkommenheit vor Gott eins gemacht als mit Dem, Welcher Sich völlig Gott weihte und hingab in Seinem Leben und vor allem in Seinem Tode! - V. 17: Die Waschung der inneren Teile des Opfers deutet darauf hin, daß Christus in Sich Selbst bis ins Innerste rein und heilig und vollkommen war. Er bedurfte keiner Reinigung! - Je mehr Sein Inneres sich offenbarte, desto mehr trat Seine Reinheit, Heiligkeit und Vollkommenheit zutage. Gott erblickte dieselbe völlig, und das war für Ihn ein duftender Wohlgeruch! - In dem ganzen Wert dieses Opfers sind wir nun vor Gott angenehm gemacht - in Jesus, dem Geliebten! - Wie vollkommen war Sein Gehorsam bis zum Tode - Seine Aufopferung für die Verherrlichung des Vaters! (Lies Jes. 50,6; 53,7; Luk. 23,34a; Joh. 12,23-28; 17,4.5!)

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