BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 041 (ACHTE Plage: Heuschrecken fressen alles, was der Hagel übriggelassen hat)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

8. ACHTE Plage: Heuschrecken fressen alles, was der Hagel übriggelassen hat. (2. Mose 10,1-20)


2. MOSE 10,1-6

1 Und der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao; denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verhärtet, auf daß ich diese meine Zeichen unter ihnen tue, 2 und daß du verkündigest vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder, was ich in Ägypten ausgerichtet habe und wie ich meine Zeichen unter ihnen getan habe, daß ihr wisset: Ich bin der HERR. 3 Also gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und sprachen zu ihm: So spricht der HERR, der Hebräer Gott: Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demütigen, daß du mein Volk lassest, mir zu dienen? 4 Weigerst du dich, mein Volk zu lassen, siehe, so will ich morgen Heuschrecken kommen lassen an allen Orten, 5 daß sie das Land bedecken, also daß man das Land nicht sehen könne; und sie sollen fressen, was euch übrig und errettet ist vor dem Hagel, und sollen alle grünenden Bäume fressen auf dem Felde 6 und sollen erfüllen dein Haus, aller deiner Knechte Häuser und aller Ägypter Häuser, desgleichen nicht gesehen haben deine Väter und deiner Väter Väter, seitdem sie auf Erden gewesen bis auf diesen Tag. Und er wandte sich und ging von Pharao hinaus.

Von neuem erhält Mose den Auftrag von Gott, zu Pharao zu gehen. Gott Selbst hat sein und seiner Würdenträger Herz verstockt, um Seine volle Herrlichkeit im Gericht an Ägypten zu entfalten. Die Wunderzeichen der über Ägypten verhängten Plagen sollen für Israel ein bleibendes Denkmal der rettenden Macht und Gnade ihres Gottes sein und ihnen zeigen, daß ihr Gott stets imstande ist, ihre Feinde zu demütigen. – Sie werden diese Wundertaten des Herrn ihren Kindern und Kindeskindern erzählen und so den Ruhm des herrlichen Gottes immer neu erheben: „Was wir gehört und erfahren – was unsere Väter uns erzählt haben, das wollen wir nicht verhehlen ihren Kindern, sondern dem künftigen Geschlecht erzählen die Ruhmestaten des Herrn und Seine Stärke – Seine Wunderwerke, die Er getan hat! Die Nachwelt soll davon, Kunde erhalten, - die Kinder die noch geboren werden sollten. Denn sie sollen wiederum aufstehen und ihren Kindern erzählen davon, damit sie auf Gott ihr Vertrauen setzen und die Taten Gottes nicht vergessen und Seine Gebote bewahren!“ – Der 78. Und der 105. Psalm sind so recht ein Beispiel, wie Väter und Mütter ihren Kindern und Kindeskindern von den großen Taten des Herrn berichten und den Ruhm ihres herrlichen Gottes den Herzen ihrer Nachkommen einpflanzen. So lehrte Gott Sein Volk Israel, daß zur rechten Kindererziehung es vor allem gehört, Ehrfurcht vor dem Herrn und Vertrauen zu Ihm in die Herzen der Jugend zu pflanzen. Nichts vermag so den Geist der Kinder zu bilden und sie fürs Leben tauglich zu machen, wie die von verständnisvollen, gottesfürchtigen Eltern ihnen erzählten biblischen Geschichten, wobei manch wichtige Lehre ihnen tief ins Herz gesenkt wird! (Lies 5. Mos. 6,20-25; Ps. 44,1-3 [Luth. 2-4]; [71,15-18].)

5. Mose 6,20-25 -- 20 Wenn dich aber dein Sohn heute oder morgen fragen wird und sagen: Was sind das für Zeugnisse, Gebote und Rechte, die euch der HERR, unser Gott, geboten hat? 21 so sollst du deinem Sohn sagen: Wir waren Knechte des Pharao in Ägypten, und der HERR führte uns aus Ägypten mit mächtiger Hand, 22 und der HERR tat große und böse Zeichen und Wunder an Ägypten und Pharao und allem seinem Hause vor unsern Augen 23 und führte uns von dannen, auf daß er uns einführte und gäbe uns das Land, das er unsern Vätern geschworen hatte; 24 und der HERR hat uns geboten, zu tun nach allen diesen Rechten, daß wir den HERRN, unsern Gott, fürchten, auf daß es uns wohl gehe alle unsre Lebtage, wie es geht heutigestages; 25 und es wird unsre Gerechtigkeit sein vor dem HERRN, unserm Gott, so wir tun und halten alle diese Gebote, wie er uns geboten hat. / Psalm 44,2-4 -- 2 Gott, wir haben's mit unsern Ohren gehört, unsre Väter haben's uns erzählt, was du getan hast zu ihren Zeiten vor alters. 3 Du hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, aber sie hast du eingesetzt; du hast die Völker verderbt, aber sie hast du ausgebreitet. 4 Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen. / Psalm 71,15-18 -- 15 Mein Mund soll verkündigen deine Gerechtigkeit, täglich deine Wohltaten, die ich nicht alle zählen kann. 16 Ich gehe einher in der Kraft des Herrn HERRN; ich preise deine Gerechtigkeit allein. 17 Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und bis hierher verkündige ich deine Wunder. 18 Auch verlaß mich nicht, Gott, im Alter, wenn ich grau werde, bis ich deinen Arm verkündige Kindeskindern und deine Kraft allen, die noch kommen sollen.

Auch unsere Kinder sollen wissen: „Fürwahr, es gibt Lohn für den Gerechten! Fürwahr, es gibt einen Gott, der auf Erden richtet!“ Auch das andere muß uns und unseren Kindern tief ins Gewissen geschrieben sein: Gott spricht keine leeren Drohungen aus. Nicht nur auf Seine Verheißungen und deren Erfüllung dürfen wir felsenfest bauen – auch vor Seinen Drohungen und Strafen wollen wir zittern, denn so allein wird unser und unserer Kinder Weg an den gefährlichen Klippen bewahrt vorbeikommen und das herrliche Ziel erreichen, das Gott Sich für uns gesteckt hat! [Lies Ps. 119,27-40.]

Psalm 119,27-40 -- 27 Unterweise mich den Weg deiner Befehle, so will ich reden von deinen Wundern. 28 Ich gräme mich, daß mir das Herz verschmachtet; stärke mich nach deinem Wort. 29 Wende von mir den falschen Weg und gönne mir dein Gesetz. 30 Ich habe den Weg der Wahrheit erwählt; deine Rechte habe ich vor mich gestellt. 31 Ich hange an deinen Zeugnissen; HERR, laß mich nicht zu Schanden werden! 32 Wenn du mein Herz tröstest, so laufe ich den Weg deiner Gebote. 33 Zeige mir, HERR, den Weg deiner Rechte, daß ich sie bewahre bis ans Ende. 34 Unterweise mich, daß ich bewahre dein Gesetz und halte es von ganzem Herzen. 35 Führe mich auf dem Steige deiner Gebote; denn ich habe Lust dazu. 36 Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen, und nicht zum Geiz. 37 Wende meine Augen ab, daß sie nicht sehen nach unnützer Lehre; sondern erquicke mich auf deinem Wege. 38 Laß deinen Knecht dein Gebot fest für dein Wort halten, daß ich mich nicht fürchte. 39 Wende von mir die Schmach, die ich scheue; denn deine Rechte sind lieblich. 40 Siehe, ich begehre deiner Befehle; erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit.

Der Herr spricht: „Auf diesen will Ich gnädig blicken, auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist, und der da zittert vor Meinem Worte!“ – Der gereifte Dichter des 119. Psalms ruft aus: „Herr, vor Deinem Schrecken schaudert mein Fleisch, und ich fürchte mich vor Deinen Strafgerichten!“ – Es scheint im Irdischen Leben oftmals, als ob der Fürst dieser Welt allein die Macht hätte. Aber wir wissen und erleben, daß Gott in der Erhörung der Glaubensgebete Seiner Kinder und zu ihrer Bewahrung und Rettung alle Macht der Welt und ihres Fürsten durchbricht! Denn die ganze Schöpfung ist Sein, und Er thront über allem. Auch dies sollen unsere Kinder früh erfahren und miterleben: Unser Gott ist der große Gebetserhörer!

(Sonntag, 11. Februar 1934)

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