BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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1. THESSALONICHER

1. Thessalonicher 5,19-21

19 Den Geist dämpfet nicht, 20 die Weissagung verachtet nicht; 21 prüfet aber alles, und das Gute behaltet.

Der Apostel betrachtet das Wirken des Heiligen Geistes unter den Gläubigen als ein von Gott angezündetes Feuer, welches gedämpft und sogar ausgelöscht werden kann. Dies geschieht namentlich durch böse, ungeistliche Unterhaltungen, durch welche der Heilige Geist betrübt wird! (Vgl. Eph. 4,29.30.)

Epheser 4,29.30 -- 29 Lasset kein faul Geschwätz aus eurem Munde gehen, sondern was nützlich zur Besserung ist, wo es not tut, daß es holdselig sei zu hören. 30 Und betrübet nicht den heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlösung.

Man hat mit Recht gesagt: Der Scherzgeist vertreibt den Heiligen Geist! Die heilige Freude der Christen, eine der ersten und herrlichsten Früchte des Geistes (Gal. 5,22), ist etwas ganz anderes als die aus dem natürlichen Temperament geborene Lustigkeit.

Galater 5,22 -- Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit.

Letztere löscht unter den Kindern Gottes das Wirken des Heiligen Geistes aus; sie verbreitet eine Atmosphäre, in welcher das göttliche Feuer nicht weiter zu brennen vermag. Zahllos sind die Gelegenheiten, bei welchen Gläubige durch oberflächliche Weltgespräche die Wirkungen des Heiligen Geistes hindern, besonders dann, wenn der Herr eben durch den Mund ernster und treuer Zeugen zu ihnen geredet hatte. - Die Schrift Neuen Testamentes versteht unter Weissagen die durch den Heiligen Geist bewirkte Auslegung des Wortes Gottes zur Erbauung, Ermahnung und Tröstung. (Vgl. 1. Kor. 14,1-3.)

1. Korinther 14,1-3 -- 1 Strebet nach der Liebe! Fleißiget euch der geistlichen Gaben, am meisten aber, daß ihr weissagen möget! 2 Denn der mit Zungen redet, der redet nicht den Menschen, sondern Gott; denn ihm hört niemand zu, im Geist aber redet er die Geheimnisse. 3 Wer aber weissagt, der redet den Menschen zur Besserung und zur Ermahnung und zur Tröstung.

Die ganzen hier besprochenen Verse handeln offenbar davon, daß die Gläubigen nicht mit Alltäglichkeitsgeschwätzen das Wirken des Heiligen Geistes durch Geringachtung der Wortverkündigung hindern sollten. Sie sollten im Gegenteil alles prüfen, das Gute festhalten. Das vermag man nur, wenn man den Samen des göttlichen Wortes in einem stillen Herzen bewahrt, um ein Täter des Wortes zu werden und nicht ein vergeßlicher Hörer.

(Donnerstag 2.Mai 1918)

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