BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1953
Oktober 1953

Donnerstag, 15. Oktober 1953


1. Mose 42,15-17; Hesekiel 24,11

Die Herbeibringung Benjamins sollte die Wahrheit der Aussage der Brüder beweisen. Der ägyptische Gebieter forderte das von ihnen. Es schien also, als ob neun von ihnen vorläufig in Ägypten in Ungewissheit gefangen bleiben mußten. Einer sollte zum Vater zurückkehren und den jüngsten Bruder holen. Darüber wären natürlich bei den damaligen Reiseverhältnissen Wochen vergangen. Ganz unsicher wurde also alles für die Brüder. Was sollte aus ihnen werden? Was hatte der ägyptische Herrscher mit ihnen allen vor? So aufs Ungewisse – fern von der Heimat in Gewahrsam gehalten zu werden, das war furchtbar für sie. Übrigens war es dasselbe Gefängnis, in welchem die Brüder sich jetzt befanden wie dasjenige, in welchem Joseph vor gar nicht langer Zeit geschmachtet hatte. Aber gerade diese Ungewissheit war nötig, um ihre Herzen innerlich zu schmelzen. Hatte nicht ihr Bruder Joseph jahrelang in solcher Ungewißheit geschmachtet? Hatten sie ihn nicht einst in der Grube hungern lassen, während sie selbst sich ihr gutes Frühstück schmecken ließen? In jahrelange Sklaverei hatten sie ihn verkauft. [Lies Hiob 22,5-10; Obadja 15; Richt. 1,5–7.] Die Schrift sagt: „Wer sein Ohr verstopft vor dem Schrei des Armen, auch der wird rufen und nicht erhört werden!“ Wahrlich, Gott ist ein gerechter Vergelter! Er sagt: „Wenn ihr auch eure Hände ausbreitet, so verhülle Ich Meine Augen vor euch, und wenn ihr auch des Betens viel macht, so höre Ich euch dennoch nicht. Eure Hände sind ja voll Blutes! Wascht euch; reinigt euch, schafft die Schlechtigkeit eurer Handlungsweise Mir aus den Augen! Laßt ab vom Übeltun!“ (Lies Matth. 7,2; Jak. 2,13; Offb. 18,4–6.)

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