BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1952
September 1952

Sonntag, 7. September 1952


1. Mose 28,16-22; 1. Samuel 3,4-11

„Fürwahr, der Herr ist an diesem Ort, und ich wußte es nicht!“ sprach Jakob nach seinem Erwachen. Wie oft ist der Herr dem Menschen gerade da am nächsten, wo er Ihn am wenigsten erwartet! Wie oft sucht Er gerade dann mit dem Menschen zu sprechen, wenn dieser sich am schuldigsten oder unwürdigsten fühlt! In Jakobs äußerer Lage hatte sich nichts geändert, er selbst jedoch hatte sich geändert, und in der emporgehobenen Stimmung und Stellung dem Herrn gegenüber vermochte er selbst den einfachen Stein, auf dem während der Nacht sein müdes Haupt geruht hatte, zu einem Altar des Dankes zu weihen! - Unter dem tiefen Eindruck stehend, den seine Seele durch dieses Gotterleben gewonnen hatte, setzte er denselben zum Denkstein, goß Öl auf dessen Spitze und nannte den Namen des Ortes Bethel (Gottes Haus). [vgl. 1. Sam. 7,12; Jos. 4,9-24.] So kann selbst die äußere Not einem Kinde Gottes für den Augenblick verklärt werden, wenn es eine neue, lebendige Verbindung mit dem Herrn gefunden hat und Seine Herrlichkeit ihm aufgegangen ist. Vor allem geht ihm Gottes Gnade und Erhabenheit in einer ganz neuen Weise auf, so daß es sprechen kann: „Herr, ich habe lieb die Stätte Deines Hauses und den Wohnort Deiner Herrlichkeit!“ Oder auch: „Wie lieblich sind Deine Wohnungen, Du Herr der Heerscharen! Es sehnt sich, ja es schmachtet meine Seele nach den Vorhöfen des Herrn! Mein Herz und mein Fleisch rufen laut nach dem lebendigen Gott!“ Wahrlich, jeden Tag dürfen wir Kinder Gottes uns freuen, daß wir so von unserem Gott geliebt sind - daß Er uns an Sein Herz und in Sein Haus gebracht hat durch Seinen geliebten Sohn! [Lies 1. Joh. 3,1-3; vgl. Gal. 4,4-7.]

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