BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1952
August 1952

Freitag, 29. August 1952


1. Mose 27,35-40; Hiob 36,22-26

Nicht seine bisherige verkehrte innere Einstellung beweinte Esau, sondern nur den Verlust des Erstgeburtssegens. Doch Isaak blieb fest und änderte nichts an dem, was er gesagt hatte! Er sprach: „Jakob ist gesegnet, er soll gesegnet bleiben!“ Dieses ganze Erleben hatte ihm die Augen geöffnet, und er erkannte darin Gottes Zulassung, Gottes Willen! Als Esau seine Bitte aber immer wieder unter heißen Tränen wiederholte, da sprach der Vater schließlich auch über ihn einen Segen aus. Jedoch mit dem Segen Jakobs verglichen war es eigentlich mehr nur ein gemäßigter Fluch. Esaus Segen liegt nicht auf der Linie des Glaubens. Sein Schwert sollte der Lenker seines Geschicks sein. Das war seit Lamechs Tagen der gewöhnliche Verlauf der Weltgeschichte [Lies 1. Mose 4,23.24.] und Zug um Zug hat sich auch Isaaks Spruch über Esau erfüllt. Das Gebirge Seir, die Wohnung der Nachkommen Esaus, war schon damals ein überaus unfruchtbares und unwirtliches Gebirgsland. Unter Saul wurden die Edomiter siegreich bekämpft. Sie blieben aber trotz mancher Befreiungsversuche bis zur Regierung des Königs Ahas unter Judas Oberherrschaft! [Lies 1. Sam. 14,47.48; 2. Sam. 8,13.14; 2. Chr. 28,16-19.] Nach der babylonischen Gefangenschaft und zur Zeit der Maccabäer drangen sie in die südlichen Landschaften Judäas bis nach Hebron ein und nannten das von ihnen besetzte Gebiet Idumäa. Ums Jahr 121 vor Christus wurden die Edomiter unter Johann Hyrkanus aufs neue überwältigt und schließlich dem jüdischen Staate einverleibt! Auf diesem Wege gelangte bald nachher in Antipater und Herodes eine idumäische Dynastie auf den Thron Davids. Schließlich allerdings kündet die Heilige Schrift am Ende der Tage den gänzIichen Untergang der Edomiter an, während die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs das Land und das Reich besitzen werden! (Lies Obadja 17-21; Hes 25,12-14.) Wir sehen immer wieder: Alle politischen Ereignisse stehen schließlich unter der mächtigen Hand und Zulassung Gottes, wie ja auch das ganz persönliche Schicksal und Erlebnis des einzelnen Menschen. Von weIcher Bedeutung ist es doch für jeden GIäubigen, daß er voll und ganz begehre den heiligen Willen Gottes über sein Leben zu erkennen und zu tun, damit man nicht die PIäne des Herrn durchkreuze und ihnen widerstreite!

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