BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1951
Juli 1951

Montag, 16. Juli 1951


Römer 8,35-39; 2. Kor. 5,4-9

Manche kennen das Büchlein über „Ponnamal“, die so außerordentlich wertvolle junge Mitarbeiterin von Amy Carmichael im indischen Donavur. Miß Carmichael schreibt: „Als Ponnamal heimgegangen war, meinten manche uns zu trösten mit den Worten: „Niemand ist unersetzlich! Gott wird euch eine andere Ponnamal erwecken!“ Doch das waren verkehrte Gedanken, die uns in keiner Weise helfen oder trösten konnten. Nein, nicht indem Er uns das zurückgibt, was Er uns genommen hat, lehrt Gott uns Seine tiefsten Lektionen, sondern indem Er geduldig wartet, bis wir sprechen können: Ich nehme den Willen Gottes an, als gut, wohlgefällig und vollkommen, ob er mir Gewinn oder einen großen Verlust bedeutet!“ [Lies Hiob 1,21b; 2,9.10; Ps. 39,9.] „Ich will nachdenken über all Dein Tun. Gott, Dein Weg ist im Heiligtum. Wer ist solch ein großer Gott wie Du? Im Meere ist Dein Weg und Deine Pfade sind in großen Wassern und Deine Fußstapfen sind nicht bekannt. Du hast Dein Volk geleitet wie eine Herde. – Du bist der Gott, der Wunder tut, Du allein!“ – Bischof Moule, der seine geliebte Frau und seine Tochter in kurzer Zeit verloren hatte, spricht in einem Brief aus, was auch andere schmerzvoll verstehen und ausleben lernen: „Ich lerne augenblicklich an der nicht leichten Aufgabe, die dem entwöhnten Kinde gestellt wird: Ich lerne auskommen ohne …!“ Vielleicht ist mancher unter unseren Lesern, der auch gerade in irgendeinem Sinn es lernen muß „auskommen ohne …!“

In Psalm 72 spricht der tief geprüfte Gläubige: Dennoch bleibe ich stets bei Dir, denn Du hältst mich bei meiner rechten Hand. Du leitest mich nach Deinem Rat und nimmst mich endlich zur Herrlichkeit hinauf! – Herr, wenn ich nur Dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist doch Du o Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil!“ [Lies Phil. 2,17.18; vgl. Ps. 130,5-8.]

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