BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1951
Juli 1951

Mittwoch, 4. Juli 1951


1. Mose 20,1-3; 3. Mose 20,10

Nachdem ums Vers 1 den Ort angegeben hat, wo sich die Handlung vollzog, läßt Vers zwei, in einem kurzen Satz zusammengedrängt, uns das Ergebnis von Abrahams verkehrtem Weg sehen. – Abimelech sandte hin und ließ Sara zu sich holen. Das Gefäß der Verheißung, die Stamm-Mutter des auserwählten Volkes, war ausgeliefert. Gottes Heilsplan war verraten, nicht mehr nur gefährdet, sondern nach menschlicher Berechnung bereits durchkreuzt! Jetzt aber war der Augenblick gekommen, da Gott Seine verlorene Sache Selbst in die Hand nahm. Er tritt dem heidnischen König Abimelech nahe im Traum. Er spricht ihn ganz ernst an, denn Abimelech weiß um die unverletzliche Heiligkeit der Ehe: „Siehe, du bist ein Mann des Todes wegen der Frau, die du dir genommen hast, denn sie ist eines Mannes Ehefrau!“ Mit heiliger Strenge stellt Gott Abimelech die durch ihn begangene Tat vor Augen mit dieser Todesandrohung. Damit tritt die Gottheit Selbst schützend vor die Heiligkeit der Ehe und straft den Einbruch, das Vergehen! O wie ernst und eindeutig redet Gott doch hier! Und es ist erschütternd, daß man heute mitten in der Christenheit da man doch in vielen Häusern noch eine Bibel hat, umgeben ist von entsetzlich viel Unglück und Verbrechen auf diesem Gebiet der Ehe und den daran grenzenden Gebieten! Wir sind an die Sünden und Verbrechen in dieser Hinsicht so gewohnt, daß man sagen muß: Manche Heiden, manche ungläubige Menschen beschämen uns, indem sie in manchen Fällen mehr Furcht und Gewissen im Blick auf solches Sittenverderben, solches Unrecht haben, als große Teile der Christenheit! [Lies 1. Kor. 6,9.10; Offb. 21,8.10.11.21-27.]

Der Prophet Jeremia klagt: „Mein Herz ist gebrochen in meinem Inneren, es zittern mir alle meine Glieder. Mir ist zumute wie einem Trunkenen, wie einem Mann, den der Wein überwältigt hat – wegen des Herrn und wegen Seiner heiligen Worte! Denn das Land ist voll von Ehebrechern, und unter dem Fluche liegt das Volk darnieder!“ [Jer. 23,9-12; vgl. Jer. 9,1-3; Hes. 22,9-11.]

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