BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1950
Oktober 1950

Freitag, 20. Oktober 1950


1. Mose 17,1-14

Lange schon, mindestens 14 Jahre war der Bund mit Abraham geschlossen, und Abraham, ohne sichtbares Zeichen seiner Verwirklichung, nur im Glauben auf die Unverbrüchlichkeit der göttlichen Verheißung angewiesen. Da erschien ihm, als er 99 Jahre alt war - 24 Jahre nach seiner Einwanderung und 13 Jahre nach Ismaels Geburt - der Herr wieder, um den geschlossenen Bund ins Werk zu setzen und seinen Vollzug anzuknüpfen. 13 Jahre lang hatte der Herr kein Wort mit Abraham geredet; das mag schwer für ihn gewesen sein. Nichts ist ja für ein Kind Gottes schwerer, als wenn es die Stimme des Vaters nicht mehr vernimmt! Gott aber hatte Seine Gründe, weshalb er schwieg, und auch Abraham wußte es im Grunde wohl: Er hatte, statt auf Gottes Verheißung zu warten, seine Zuflucht zu Hagar genommen. Das war natürlich eine große Kränkung für Gott, ein schwerer Fehltritt Abrahams! Eine Schweigezeit von 13 Jahren mußte er nun durchmachen, weil er dem Ratschluß und Plan seines Gottes eigenmächtig vorgegriffen hatte! (Lies Psalm 94,17-19.) Seiner Übereilung folgte ein langer Hinausschub der Verheißung Gottes! Schließlich erbarmte Sich der Herr Seines Knechtes, verzieh ihm und offenbarte Sich ihm väterlich und trostreich wie zuvor: „Ich bin Gott, der Allmächtige: Wandle vor Meinem Angesicht und sei vollkommen in deiner Hingabe!“ .Der Herr sagt nicht: Meine Verheißung ist dahin!, wie Abraham gefürchtet hatte. Nein, Gott nimmt Sein Wort nicht zurück, wie es Abraham und Sara verdient hätten! Im Gegenteil, Er wiederholt und bestätigt Seine Zusage! Immer wieder bewahrheitet es sich: „Gott handelt nicht mit uns nach unseren Sünden und vergilt uns nicht nach unseren Missetaten!“ [Lies Ps. 103,10-15.] Wissen wir es Ihm wirklich zu danken? und fürchten wir uns, Ihn, den Heiligen, durch Sünde zu beleidigen - durch Unglauben und Ungehorsam zu kränken?

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