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JAHRGANG 1949
August 1949

Freitag, 19. August 1949


1. Mose 4,8; Römer 8,2-7; Jakobus 1,26

Vom bösen Blick kam es zunächst bei Kain zum bösen Wort. Wir lesen: „Da redete Kain mit seinem Bruder Abel.“ Schwerlich werden es Worte der Liebe gewesen sein. Es mochte ja sein, daß er mit verstellter Freundlichkeit anfing; dann aber gabs jedenfalls Vorwürfe und Scheltworte. Kain wird gesagt haben: „Was, du willst besser sein als ich, du Hochmütiger, du Heuchler!“ Immer mehr redete er sich in die Hitze und den Haß hinein, bis endlich den bösen Worten die furchtbare Tat folgte. (Lies Jak. 3,5-10; Psalm 146,1-4; Spr. 16,27.) Von harten, ungerechten oder zornigen Worten kommt man ja nur zu leicht zu schlimmer und schlimmster Tat. Hat man mit der Zunge wacker dreingeschlagen, so schlägt man schließlich mit der Faust zu oder greift endlich zum Messer, zum Revolver. Erst war man also ein Mörder im Herzen, dann mit der Zunge und zuletzt wurde man’s mit der Tat!! (Lies 1. Joh. 3,14-16.) Wenn Gottes Barmherzigkeit nicht gewacht hätte, so wäre vielleicht schon mancher unter uns an seinem Nächsten zum Mörder geworden und säße jetzt im Zuchthaus. – Die Sünde machte in jenen fernen Tagen in der Menschheit hiermit einen gewaltigen Fortschritt. Wie lange befand sich doch Kain schon auf dem Wege des inneren Abweichens von Gott. – Seit langem war er in die Entscheidung zwischen Licht und Finsternis, zwischen göttlichem Leben und innerem Tod gestellt. Doch immer bewußter wählte er die Finsternis und bewegte sich fort auf dem Weg des Verderbens. Ach, es kann auch ein Gläubiger den Kainsweg gehen!! Vor Gott hatte er sich mit seinem Opfer nicht zu rechtfertigen vermocht. Nun suchte er sich Abel gegenüber durch die Faust zu rechtfertigen. Er war ergrimmt, Gott und seinem Bruder gegenüber, dem er doch durch die Überlegenheit seiner Stärke eigentlich zu dienen und zu helfen berufen gewesen wäre! (Lies 1. Joh. 2,10.11; 4,19-21.) O Herr, beleuchte mir heute meine innerste Herzensstellung und mein ganzes Benehmen Dir gegenüber und auch jedem Menschen gegenüber, mit dem ich es zu tun habe. Erfülle mich heute ganz mit Deinem Licht und Deiner Liebe!

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