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JAHRGANG 1949
Juni 1949

Mittwoch, 1. Juni 1949


1. Mose 3,7-10; Jesaja 64,6.7

Hier haben wir den ersten Versuch schuldiger Sünder, ihre Nacktheit vor den Augen des heiligen und allwissenden Gottes zu bedecken. Und alles, was auch in späterer Zeit der Mensch erdacht und versucht hat um seine Sünde selbst zu sühnen – ist nichts anderes als der immer wieder erneute Versuch des gefallenen Menschen, mit einer „Schürze aus Feigenblättern“ sein beunruhigtes Gewissen vor Gott zu stillen. Ja, diese Schürzen von Feigenblättern sind ein treffendes Bild von den eigenen religiösen Bemühungen, mit welcher der Mensch meint, vor Gott und der Ewigkeit bestehen zu können. [Lies Eph. 2,4-10; Kol. 1,12-14.] Solche Schürzen mögen eine Zeitlang das geängstete Gewissen scheinbar beruhigt haben; aber im Grund liegt die Sünde unvergeben und die Schuld unbedeckt vor Gott! Des Menschen Beschämung über seine Nacktheit hat seinen Grund einfach in dem Schuldbewußtsein Gott gegenüber, indem ihm das Gewissen wegen seiner Sünde schlägt. Das ist klar erkennbar aus der Tatsache, daß Adam und Eva sich versteckten, sobald sie das Geräusch der Schritte des Herrn vernahmen, der in der Abendkühle durch den Garten schritt! Ebenso ist es heute bei allen, die sich mit den Feigenblättern irgendwelcher Religiosität und Eigengerechtigkeit zu bedecken suchen. Ihre Frömmigkeit mag das Gewissen eine Zeitlang scheinbar beruhigen; wenn jedoch Gottes Stimme ertönt, wenn es heißt: „Schicke dich an, deinem Gott zu begegnen“, dann nützt die „Schürze von Feigenblättern“ nichts, aber auch gar nichts. Angesichts des Todes, des göttlichen Gerichts, kann sie dem Menschen unmöglich irgendwelche Hilfe, Trost oder Frieden geben; er ist trotz all seiner frommen Bemühungen sündig, befleckt und völlig unpassend für den Himmel, er geht verloren, wenn er nicht noch rechtzeitig in tiefer Buße seine Zuflucht zu Jesus Christus nimmt! [Lies Röm. 10,3; 1.Joh. 3,10; vgl. Dan. 9,7a.8-10.]

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