BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
Dezember 1935

Mittwoch, den 11. Dezember 1935


2. Mose 39,22-26

Wir hörten, daß das Oberkleid des Hohenpriesters an seinem unteren Rand besetzt war mit 72 kleinen goldenen Glöckchen und ebenso vielen aus bunten Fäden hergestellten Granatäpfeln. Die goldenen Glöckchen stellen das helle, klare Zeugnis dar, welches in der jetzigen Gnadenzeit durch den Heiligen Geist in allen innerlich lebendigen Gläubigen erweckt und durch sie ausgebreitet wird - ein Zeugnis von Ihm, dem zum Himmel erhöhten Heiland, durch welchen jetzt noch alle Menschen Gnade, Vergebung und Heil empfangen können. (Lies 2. Kor. 5,14-21.) - „Gott ist Liebe! Und hierin ist Gottes Liebe zu uns aufs völligste zutage getreten, daß Gott Seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch Ihn leben möchten. Hierin besteht die Liebe: Nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß Er uns geliebt und Seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden.“ [Vgl. Apgesch. 4,9-12; 5,30-32; 10,36-43.] - Verbunden mit diesem klaren, freudigen Zeugnis von unserem großen Erlöser ist köstliche, bleibende Frucht - die praktische Offenbarung des Lebens Christi in dem Leben derer, die Ihn lieben und die Seine Zeugen sind! - Die Granatäpfel am hohepriesterlichen Gewande waren nämlich aus denselben Fäden und Farben hergestellt Wie die Cherubimteppiche und die drei Eingangsvorhänge und das Ephod! - Wir erinnern uns, daß in all diesen die kostbaren Eigenschaften des Herrn Jesu, Sein Leben und Seine Tugenden vor unsere Blicke gerückt werden. - So stellen denn diese Granatäpfel am Gewand des Hohenpriesters uns vor Augen, daß durch Christi unermüdlichen Dienst im Himmel wir, Seine Glaubenden, hier auf Erden erquickt und gestärkt werden - daß unser tägliches Leben reiche Frucht bringen darf für Gott, indem wir dem Herrn Jesus ähnlich sind und Sein himmlisches Leben in der Jetztzeit nachleben! (Lies Kol. 3,12-15.) - Das Weiß redet uns von Christi fleckenloser Reinheit - der blaue Purpur von Seiner himmlischen Natur und Art - der rote Purpur von Seiner königlichen Würde und der Karmesin von Blut und Leiden! - Leidenswillig und leidensbereit werden wir sein, wenn wir dem Herrn Jesus wirklich nahestehen: „Geliebte, laßt es euch doch nicht befremden, wenn Feuersgluten des Leidens euch umdrohen! Gott läßt das zu zu eurer Erprobung und Bewährung. Damit trifft euch nichts Befremdliches. Im Gegenteil: soweit dies der Fall ist, freuet euch, denn dadurch bekommt ihr ja teil an den Leiden Christi. Und wie werdet ihr erst jubeln und euch freuen, wenn Seine Herrlichkeit geoffenbart wird! Darum, wenn ihr jetzt um Seines Namens willen geschmäht werdet, so seid ihr deswegen nur glücklich zu preisen. Gerade im Leiden ruht ja der Geist der Herrlichkeit - der göttliche Geist auf euch. Nur müßt ihr zusehen, daß eure Schwierigkeiten und eure Leiden nicht einen anderen Grund haben - daß etwa einer von euch zu leiden hätte, weil er ein Mörder oder ein Dieb oder sonstwie ein Übeltäter wäre - etwa einer, der sich in Angelegenheiten mischt, die ihn nichts angehen! - Wenn ihr aber als Christen zu leiden habt (d. h. weil ihr Christus, eurem Herrn, ähnlich seid und in Seine Fußtapfen tretet!), so braucht ihr euch durchaus nicht zu schämen. Vielmehr dürft ihr Gott rühmen und preisen in diesem Namen!“

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