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JAHRGANG 1935
Dezember 1935

Donnerstag, den 5. Dezember 1935


2. Mose 39,6.7

Bedeutsam ist die Goldfassung der Schultersteine. Wieviel liegt doch unserem großen Gott an Seiner Kinder gesicherter Stellung und ihrer Bestimmung zur ewigen Herrlichkeit: „In Christus Jesus Seid ihr, die ihr einst ferne waret, Gott durch das Blut Christi ganz nahe gebracht worden.“ „Also gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes!“ „Der Gott aller Gnade aber, der euch zu Seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus berufen hat - Er Selbst wird euch, die ihr kurze Zeit zu leiden habt, vollbereiten, festigen, stärken und gründen. Sein ist die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit! Amen.“ - Zwei Ketten von reinem Gold, schnurähnlich geflochten, verbanden die Schultersteine mit dem Brustschild. [Vgl. Kap. 28,22-25.] - In Seiner tragenden Kraft und wunderbaren Liebe - (auf dem Brustschild waren ja auch die Namen der zwölf Stämme in zwölf köstliche Edelsteine eingraviert!) - erhält unser großer Hoherpriester uns in der herrlichen und sicheren Stellung, in die Er durch Sein Erlösungswerk alle wahren Glaubenden auf ewig gebracht hat: „Ich aber, in meiner Lauterkeit hast Du mich aufrechterhalten und stellst mich vor Dein Angesicht auf immerdar!“ (Ps. 41,12 [Luth. 13]; vgl. Ps. 16,8-11; 17,15; 63,3-8; 2. Kor. 3,18.)

So gibt es nunmehr also kein Verdammen
Für solche, die in Christus Jesus sind.
Ja, die zu Ihm in tiefer Reue kamen –
Heil, neues Leben, einen neuen Namen
Schenkt Jesus ihnen, löste sie von Sünd'!
O das Gesetz des Geistes, ja des Lebens
In Christus Jesus hat mich frei gemacht,
Mußt dem Gesetz der Sünde mich entheben;
Herrlichkeit ist mir nun schon hier gegeben.
Ja, das tat Gott mit hoher, heil'ger Macht!
Es ist nur Wonne für den neuen Menschen,
Zu führen jetzt ein Leben ganz im Geist.
Der neuen Stellung wollen wir uns freuen
Und um so inniger Dir, Herr uns weihen –
Die ganze Kraft des Geistes Du verheiß'st!

In Ps. 84 bitten die Söhne Korahs. „Siehe, o Gott, und Schaue an das Angesicht Deines Gesalbten!“ Wenn Gott unseren großen Hohenpriester anschaut, der immerdar vor Seinem Angesicht ist für uns, so schaut Er zugleich auf alle die, die Jesus in So wunderbarer Liebe auf Seinem Herzen trägt - die Er mit so wunderbarer Kraft auf Seinen Schultern trägt! Gott sieht Sie in all dem Glanz und all der Schönheit, die ihnen durch die Gnade verliehen ist. Und deshalb ruht Gottes Auge mit der größten Wonne und dem größten Wohlgefallen auf ihnen: „Ihr seid angenehm und wohlgefällig gemacht vor Gott in Ihm, dem Geliebten!“ [Lies Ps. 89,20-34 (Luth. 21-35).]

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