BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
November 1935

Sonnabend, den 23. November 1935


2. Mose 38,8; Offenbarung 4,2-6a; 15,2-4

Kein Priester konnte an dem ehernen Waschbecken vorübergehen, ohne laut und eindringlich - wenn auch ohne Worte - die Frage zu hören: „Bist du rein?“ - Der Jüngerschar konnte Jesus an jenem letzten Abend sagen: „Ihr seid rein, aber nicht alle!“ Ein unlauterer, böser Judas war unter ihnen. Doch die Elfe hatten lautere, kindliche Herzen und waren es gewohnt, „kurze Rechnung“ mit ihrem Herrn zu führen. Wenn irgend etwas in ihrem Herzen und Wandel sich gezeigt hatte, das ungöttlich war, empfanden und erkannten sie es alsbald, und ohne Zögern beugten und reinigten sie sich! So hatte die Liebe und Klarheit ihres stets bei ihnen weilenden Herrn und Meisters sie erzogen. - Und weil sie diesen Weg der Geradheit, der Aufrichtigkeit und willigen Beugung bis ans Ende beibehielten, sind sie das gewesen und geworden, was Jesus an ihnen haben wollte: Säulen in Seinem Tempel, Tragende und Führende unter Seinem Volke, apostolische Vorbilder für Seine ganze Gemeinde! [Lies Offenb. 3,10-13.] - Im Heiligtum Gottes ist kein Staub und kein Schmutz; in der Gegenwart Gottes sündige ich nicht. Die leiseste Sünde zeigt mir an, daß ich mich aus der Gegenwart Gottes entfernt oder daß ich dieselbe überhaupt noch nicht wirklich kennengelernt habe: „Jeder, der sündigt, hat Ihn nicht gesehen, noch Ihn erkannt!“ [Lies 1. Joh. 3,1-6; vgl. 1. Sam. 22,23.] - Die goldenen Straßen in der himmlischen Stadt sind durchsichtig. Im Himmel gibt es keine Befleckung mehr; dann ist der letzte Flecken getilgt! Erdenstaub und Erdensünde kommt dort nicht mehr an uns, „denn das Erste ist vergangen “. Wenn wir aber dort eingehen wollen, müssen wir hier schon die Reinheit lieben und die Lauterkeit pflegen, die Demut betätigen, denn es heißt: „Nicht wird in die himmlische Stadt eingehen irgend etwas Unreines und Gemeines - niemand, der Greuel übt oder Götzen liebt und Lügen redet. Nur die finden Einlaß, die in des Lammes Lebensbuch eingeschrieben sind!“ - Mit Recht hat jenes sterbende Kind, dem der Vater die beiden letzten Kapitel der Offenbarung vorlas, ausgerufen: „Vater, die müssen aber reine Füße haben, die auf den goldenen Straßen gehen dürfen!“ - Wie wir all die Hauptgegenstände der Stiftshütte in dem geöffneten Himmel, den uns die Offenbarung zeigt, dargesteIlt finden, so sehen wir auch ein Gegenbild vom ehernen Waschbecken dort. Als Johannes im Geiste dort hinaufversetzt wurde, da sah er den erhabenen Thron Gottes und rings um den Thron die 24 Throne, auf welchen die Ältesten saßen, bekleidet mit weißen Kleidern und auf ihren Häuptern goldene Kronen. Vor dem Thron erblickte er ein gläsernes Meer, gleich Kristall - ein Gegenbild jenes „ehernen Meeres“, in welchem die Priester ihre Hände und Füße wuschen. Hier in der Offenbarung sind Gottes Priester zur Herrlichkeit erhöht. Hier bedürfen sie solcher Reinigung nicht mehr, sondern sind zur vollen, ewigen, unantastbaren Reinheit gelangt! Darum sehen wir das Wasser verdichtet zur festen, durchsichtigen, kristallklaren Masse, die nur die Reinheit widerspiegelt, von der sie rings umgeben ist! Ja, zur himmlischen Herrlichkeit gelangt, bedürfen wir dann keiner Reinigung mehr, sondern freuen uns jener durchsichtigen und durchdringenden Reinheit, die durch nichts mehr befleckt werden kann. Dann wird die volle Erfüllung des Wortes da sein: „'''Glückselig sind die Menschen reinen Herzens, denn sie werden Gott schauen!“ (Lies Offenb. 7,13-17.)

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