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JAHRGANG 1935
November 1935

Sonntag, den 10. November 1935


2. Mose 37,29; 2. Mose 30,22-33

Das heilige Salböl ist eine Darstellung des Geistes Gottes mit Seinen mannigfaltigen Gnadengaben, die sich in göttlichem Reichtum in dem Herrn Jesus finden. Unser Heiland hat hier auf Erden schon die Salbung des Geistes in unendlicher Fülle besessen: „Gott hat Jesum von Nazareth mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt!“ sagt Petrus. Aber erst als der Auferstandene und zum Himmel Erhöhte empfing unser Herr die Salbung für Seine Gemeinde: Nachdem Er durch die Rechte Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat Er dies über uns ausgegossen, was ihr heute seht und hört!“ - Wenn wir dem Herrn Jesus in Wahrheit angehören, so besitzen wir auch Sein göttliches Leben und Seinen Geist und sind Ihm ähnlich. Wahre Söhne und Töchter Gottes werden erkannt an der „Salbung “, an dem Beeinflußt- und Durchdrungensein vom Geist Gottes: „Denn diejenigen, welche wirklich durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind echte Söhne und Töchter Gottes!“ - Ihnen schreibt der Apostel Johannes: „Ihr habt die Salbung von Ihm, dem Heiligen, und wißt alles! Und diese Salbung, die ihr von Ihm empfangen habt, bleibt in euch. Daher bedürft ihr nicht, daß euch jemand lehre; sondern wie diese Salbung euch über alles belehrt, so ist es wahr und keine Lüge! Wie sie euch nun unterrichtet hat, so sollt ihr auch weiterhin in Ihm bleiben!“ [1. Joh. 2,27.] - Ja, als solche, die mit dem erhöhten Heiland in Verbindung stehen, sind die wahren Glaubenden Seines Geistes teilhaftig. Doch nur wenn sie eine zu heiliger Gewohnheit gewordene Gemeinschaft mit Ihm pflegen, sind sie imstande, sich in Wahrheit der Gnaden des Geistes Gottes zu erfreuen und anderen zu dienen: „Wer so an Mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leibe (d. h. von dessen praktischem Leben) werden Ströme lebendigen Wassers fließen!“ - Die ausgesuchten Gewürze, aus denen das Öl der heiligen Salbung bereitet wurde, deuten hin auf die Tugenden Christi. (Vgl. Ps. 45,7. 8 [Luth. 8.9].) Wie jene vier Gewürze durch das Öl zu einer wunderbaren flüssigen Salbe oder Narde wurden, so sind all die heiligen Eigenschaften des Herrn Jesu in der Kraft des Geistes Gottes einheitlich zur Geltung gekommen in Seinem Erdenleben; keine verdrängte die andere! - Die Braut im Hohenliede sagt: „Von lieblichem Duft sind Deine Salben! Ein ausgegossenes Salböl ist Dein Name! Darum lieben Dich die reinen Seelen!“ - Es ist auffallend, daß unter den vier Gewürzen, die dem feinen Olivenöl beigegeben wurden, die Myrrhe an erster Stelle steht und - wie Kassia auch - in doppeltem Maße dazu genommen wurde. Die Myrrhe gilt als eines der wertvollsten Gewürze. Sie deutet hin auf Bitterkeit, Leiden, Sterben. Von selbst ausgeflossene Myrrhe wurde am höchsten geschätzt. - Nicht nur für das heilige Salböl und das heilige Rauchwerk wurde dieselbe im Alten Bund verwendet, sondern auch bei der Einbalsamierung der Toten! [Vgl. auch Joh. 19,39. 40.] - In einer Welt der Sünde und des Todes kann es gar nicht anders sein, als daß Leiden, Schmerzen und Trauer die Geistgesalbten kennzeichnet. Unser hochgelobter Herr Selbst war ja hienieden ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut. [Lies 2. Kor. 11,1-4; Gal. 3,1-4. 19.20.]

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