BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
August 1935

Dienstag, den 6. August 1935


2. Mose 36,8-10

Zuletzt werden die Cherubsgestalten, die vermittelst dieser verschiedenen Farben in die Teppiche eingewirkt waren, erwähnt. Die Cherubim oder Seraphim sind jene hohen himmlischen Wesen, die die höchste Klasse der Engel bilden, und die wir vom Anfang der Heiligen Schrift her kennen. Sie haben, wie Hesekiel zeigt, die Gestalt eines Menschen, sind aber hehre Geistwesen, mit mächtigen Flügeln versehen. Wir erkennen in ihnen die Hüter und Wächter der göttlichen Ehre, die Vertreter Seiner Herrlichkeit, die Ausführer Seines erhabenen Willens! Zugleich stellen sie uns das göttliche Walten in der Regierung der Welt und im Weltgericht nach seinen verschiedenen Seiten dar. - Wenn nun in die zehn Teppiche Cherubim eingewoben waren, so sagt uns dies, daß unserem großen Herrn Jesus alle Macht und alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden - daß der Vater Ihn bestimmt hat, den Erdkreis zu richten in Gerechtigkeit: Denn der Vater Selbst richtet niemanden, sondern alles Gericht hat Er dem Sohne übergeben, damit alle den Sohn ehren, gleichwie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der Ihn gesandt hat.“ [Lies Joh. 5,20-30.] In Offenb. 19,11-16 sehen wir den Sohn Gottes vom Himmel kommen, um Seine Feinde niederzuwerfen und Seine Weltherrschaft anzutreten [Vgl. Apgesch. 17,31.] - Vers 3: Hier wird uns zunächst die Länge und Breite der zehn Cherubimteppiche (oder Webstücke) angegeben. Diese Zahlen haben alle symbolische, geistliche Bedeutung! Zunächst ist schon das bedeutsam, daß es zehn gleiche Teppiche sind, fünf und fünf. Zehn ist die Zahl der menschlichen Verantwortung Gott gegenüber - die Zahl der menschlichen Erprobung. (Zehn Gebote für den Menschen - zehn Jungfrauen - zehn Pfunde, die den Knechten anvertraut werden! - Lies auch 1. Mos. 31,7; 4. Mos. 14,22; Dan. 1,20.) - Der Herr Jesus hat als Mensch auf Erden den Forderungen Gottes vollständig entsprochen, wie sie uns in den zehn Geboten vor Augen stehen. Diese sind ja zusammengefaßt in dem einen Gebot: „Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit allen deinen Kräften - und deinen Nächsten wie dich selbst!“ Ja, Jesus hat auch dem Nächsten gegenüber nie etwas versäumt an Liebe oder Dienst während Seines ganzen Erdenwandels. Er hat aber immer Seinem Gott das erste Anrecht und die ganze Ehre gegeben. Er wußte Seine Pflichten Gott gegenüber und den Menschen gegenüber so zu verbinden, daß Er nach keiner Seite hin irgend etwas versäumte! - Wie unser hochgelobter Herr in Sich die göttliche und die menschliche Natur so wunderbar vereinigte, so begegnete Er auch in Seinem vollkommenen Leben und Handeln. 1. den heiligen Forderungen Gottes und 2. den großen Bedürfnissen der Menschen. - Alles, was Gott vom Menschen erwarten kann, war und tat der Herr Jesus in vollkommenster Weise. Ja, noch weit darüber hinaus hat Er Gott verherrlicht in Seinem Leben und in Seinem Opfertod! - Die beiden Hälften, fünf und fünf, waren in Seinem Erdenleben, wenn wir bildlich sprechen dürfen, wunderbar vereinigt: Er hat den Erwartungen Gottes vollkommen entsprochen; Er hat Seinen Gott geliebt von ganzem Herzen und mit allen Kräften und den Nächsten wie Sich Selbst. Ja, Er ist auch dem Nächsten gegenüber noch weit über die Verpflichtung dieses Gebotes hinausgegangen, indem Er Sich Selbst geopfert hat zur Verherrlichung Gottes und zum Heil der Menschen. Herr Jesus, mach' mich Dir ähnlich!

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