BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
Februar 1935

Freitag, den 8. Februar 1935


2. Mose 30,34-38

Wir beachten, daß das Rauchwerk bezeichnet wird als „gesalzen, rein, heilig“! - Das Salz ist in der Schrift ein Bild jener verborgenen Kraft des göttlichen Lebens, das sich selbst in Liebe opfert. Das Salz erfüllt ja seine Aufgäbe nur, indem es sich mitteilt und auflöst. Der Herr sagt zu seinen demütigen und doch so einflußreichen Jüngern: „Ihr seid das Salz der Erde!“ - Damit zeigt Er ihnen ihren inneren Wert und ihre hohe Aufgabe. - Die Welt - die Menschheit - liegt im Argen; die Sünde ist ins Paradies gedrungen und hat den Menschen von Gott, seiner Lebensquelle, abgeschnitten: „Die Sünde ist der Leute Verderben und der Völker Schande!“ sagt schon der weise Salomo. [Lies Eph. 4,17-19.] - Wie man eine Speise vor dem Verderben bewahrt durch Salzen, so stellt der Herr Jesus Seine geheiligten Jünger in die durch Sünde untergehende Welt, damit sie retten, was sich noch retten läßt - erneuern, was sich noch erneuern läßt! [Lies 2. Kön. 2,9-22; vgl. Matth. 10,16-22.] - In der Weihe für Gott und in der aufopfernden Liebe hat der Herr Jesus Selbst uns das höchste Vorbild gegeben. „Christus hat uns geliebt und Sich Selbst für uns hingegeben als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch!“ - Als zweite Eigenschaft des Räucherwerks wird die Reinheit genannt. Jesu Reinheit war unantastbar. Wenn Er die glückselig preist, die reines Herzens sind - wenn Er uns immer wieder die Reinheit des Wandels und des Gewissens anpreist, dann steht Er Selbst in der Reinheit unvergleichlich hoch über den reinsten Seiner Jünger und Nachfolger! Er konnte sagen: „Wer von euch überführt Mich auch nur einer Sünde?“ - Und in der Heiligkeit - wer konnte sich da Ihm vergleichen, vor welchem selbst die Himmel nicht rein sind - vor Dem die heiligen Engel ihr Angesicht verbergen und einander zurufen: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen!“ (Jes. 6,1-7; vgl. Hiob 15,14-16; 25,4-6.) - Von diesem Rauchwerk sollte Mose nehmen und es zu ganz feinem Pulver zerstoßen, um es dann in einem goldenen Gefäß ins Allerheiligste vor das Zeugnis, d. h. die Bundeslade, zu bringen. Hier in der Gegenwart Gottes strömte dieses wunderbare Rauchwerk seinen Duft aus wie nirgends sonst. Wenn Mose, wie es ihm zu jeder Zeit gestattet war, in das Allerheiligste trat und auf sein Angesicht sank, um hier die Mitteilungen und Offenbarungen des Allerhöchsten zu vernehmen, so durfte er diesen wunderbaren Wohlgeruch wahrnehmen! - „Hochheilig soll es euch sein!“ spricht der Herr. - Wir wollen nicht übersehen, daß das ins Allerheiligste gebrachte Räucherwerk zu Pulver zerstoßen worden war. Durch welche Leiden und Erschütterungen führte doch der Weg unseres Herrn Jesu in der Welt - bis derselbe wieder einmündete in der himmlischen Herrlichkeit! Für Ihn, den Heiligen, vom Himmel Gekommenen, war das Leben hienieden wie ein Mörser. Was taten Ihm die Menschen an! Was legte Gott Ihm auf! Wie furchtbar setzte der Teufel Ihm zu! - Wenn schon Menschen Gottes ausgerufen haben: „Du hast uns geprüft, o Gott, Du hast uns geläutert, wie man Silber läutert. Du hast uns ins Netz gebracht, hast eine brückende Last auf unsere Lenden gelegt - Du hast Menschen reiten lassen auf unserem Haupte, wir sind ins Feuer und ins Wasser gekommen!“ - was konnte Er dann erst sagen. Dem sie schließlich die Hände und Füße durchbohrt haben, indem sie Ihn an ein Holz aufhängten!

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