BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
November 1934

Dienstag, den 13. November 1934


2. Mose 26,2-8

Wie wunderbar ist Gottes Wort! - In den Schlingen von Blau und den Klammern von Gold, welche die beiden großen Teppichhälften miteinander verbanden (V. 5 und 6), finden wir eine Darstellung jener himmlischen Gnade und göttlichen Kraft, die unser Herr Jesus bewies, um das, was Gott von Ihm forderte an Gehorsam und Hingabe, und das, was die Menschen von Ihm bedurften an Hilfe und Liebe, zusammenzustellen und vollkommen zu verbinden. Indem Christus beiden entsprach, beeinträchtigte Er nicht für einen Augenblick die Einheitlichkeit Seines Charakters! (Vgl. Matth. 22,17.21.) - Mit göttlicher Kraft und mit himmlischer Gesinnung faßte Er beides zusammen. - Die Länge eines Teppichs war 28 Ellen und die Breite 4 Ellen; alle Teppiche hatten ein Maß. 28 ist gleich 7 mal 4. Wenn der einzelne Teppich 28 Ellen lang war und 4 Ellen breit, so sind hier die beiden Zahlen Sieben und Vier durchaus kennzeichnend! Sieben ist ja die Zahl der Vollkommenheit, der vollen göttlichen Offenbarung, der Ausdauer, sowohl im Guten wie im Bösen - die Zahl der Ruhe und Feier, des vollbrachten Werkes. [Vgl. 1. Mos. 2,2.3; 2. Mos. 16,26; 3. Mos. 8,35; 25,4; Spr. 9,1; 26,25.] - Sieben ist die höchste einstellige Zahl, die nicht teilbar ist. Die Zahl vier dagegen bedeutet die Zahl des doppelten Gegensatzes: zwei und zwei - darum die Zahl des Raumes, der Welt! Sie weist hin auf die Grundformen des göttlichen Waltens in der Welt (Vier Windrichtungen, Vier Jahreszeiten - in der Bibel Vier Evangelien, die uns von Jesu Leben in dieser Welt berichten. Auch an die vier lebendigen Wesen (oder Cherubim), die Darsteller und Werkzeuge der göttlichen Regierung in der Welt haben wir hier zu denken). - Zusammenfassend können wir von der Zahl Vier sagen: „Vollkommenheit, geoffenbart in den irdischen Verhältnissen!Und gerade dies war das Leben unseres hochgelobten Herrn hier auf Erden. - Es bilden also die zehn Teppiche in ihrer Verbindung von fünf und fünf und in ihren Maßen eine Darstellung von der Menschheit unseres großen Heilandes - von Seinem Erdenleben, in welchem Er all Seine göttlichen Tugenden und Vollkommenheiten als „des Menschen Sohnentfaltet hat. Über die wundervolle Cherubimdecke breitete sich eine noch größere Decke von Ziegenhaar aus, welche zum Schutz über die Cherubimdecke gebreitet war und die innere Schönheit des Heiligtums dem Auge der Außenstehenden verbarg. (Nur die Priester, die das Heiligtum betreten durften, erblickten, wenn sie bei ihrem Dienst emporschauten, etwas von jener herrlichen Decke und wurden auf solche Weise daran erinnert, daß sie sich in der Gemeinschaft der höchsten vor Gottes Thron dienenden Geister befanden!) - So war es auch, als unser Herr Jesus diese Welt durchschritt. Seine göttliche Schönheit, die Herrlichkeit Seines Wesens und Charakters, blieb dem Auge des natürlichen Menschen verborgen, denn „der natürliche Mensch nimmt nicht wahr und erfaßt nicht, was vom Geiste Gottes ist! Es erscheint ihm töricht, und er kann es nicht verstehen, denn es muß geistlich verstanden und beurteilt werden“! - Liebes Herz, hast du den Blick und das Verständnis des Herzens für den Heiland, den Gott uns gegeben, für Seine wunderbare Herrlichkeit und Größe? - Wenn einmal den Juden Herz und Augen geöffnet sein werden durch die mächtige Wirkung des Geistes Gottes, dann werden sie im Rückblick wehklagen darüber, daß sie den Herrn Jesus durchstochen haben. Sie müssen dann sagen: „Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir Ihn sahen, da hatte Er kein Ansehen, daß wir Seiner begehrt hätten. Er war verachtet und verlassen von den Menschen - ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut und wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt! Ja, Er war verachtet, und auch wir haben Ihn für nichts geachtet: Wir hielten Ihn für einen, der unter göttlicher Strafe steht - den Gott schlagen und niederbeugen muß. Und doch war Er um unserer Übertretungen verwundet, um unserer Missetaten willen zerschlagen!“ - Das war „die Decke von Ziegenhaar“! (Lies [Joh. 1,9-11]; vgl. Sach. 12,10-14.) Trägst du sie auch - deinem Herrn und Erlöser nach?

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