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JAHRGANG 1934
Oktober 1934

Sonntag, den 28. Oktober 1934


2. Mose 25,31-40

Der siebenarmige Leuchter war aus feinem, getriebenem Gold; Schaft und Arme waren hohl, sonst wäre er zu schwer geworden. Sein Gewicht war ein Talent, das ist rund 60 kg also über einen Zentner! Er hatte einen schweren Fuß, aus welchem der Schaft, eine Lampe tragend, emporstieg. Vom Schaft gingen je drei rundlich gebogene Arme auf beiden Seiten aus, die gleichfalls je eine Lampe trugen. Verziert waren die Arme durch je drei mandelblütförmige Kelche, ebenso der Schaft selbst durch deren vier. Auf jedem Arm stand also die gleiche kleine Lampe wie auf dem mittleren Schaft, alle sieben in gleicher Höhe. Diese Lampen scheinen länglich-runde Schälchen von der Form eines Auges gewesen zu sein und wurden täglich mit feinstem Leuchtöl gefüllt [lies 2. Mos. 27,20.21]; ein kleiner Docht gab die Flamme. (Manche vermuten, daß der Herr Jesus in Matth. 6,22 und Luk. 11,34 auf die Form der Lämpchen des goldenen Leuchters anspielt, wenn Er das Auge die Lampe des Leibes nennt!) - Jeden Morgen richtete der Hohepriester selbst die sieben Lampen zu, reinigte sie und goß Öl nach. [3. Mos.24,1-4.] - Solange Jesus, der Sohn Gottes, in der Welt war, war Er das Licht der Welt: und gewiß; Er bleibt es immerdar: „Ich bin das Licht der Welt! Wer Mir nachfolgt, der wird nicht in der Finsternis bleiben, sondern das Licht des Lebens haben.“ - Aus dem himmlischen Heiligtum ist Jesus als das Licht in die Welt gekommen: „In Ihm war Leben. und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in die Finsternis!“ „Durch die großem Barmherzigkeit Gottes bricht uns wie die Sonne hervor Er, der aus der Höhe kommt und bringt uns den strahlenden Tag - leuchtend denen, die noch in Finsternis und Todesschatten sitzen, um ihren Fuß zu bringen auf den Weg des Friedens!“ (Luk. 1,78.79; vgl. Jes. 9,2 [Luth. 1]; 49,6; 60,1.2; Ps. 27,1.) - Das Gold des Leuchters stellt uns in erster Linie die Göttlichkeit der Person Christi dar. Das Öl ist in der ganzen Schrift ein Bild des Heiligen Geistes, welchen der Herr Jesus in Fülle besaß. Schon im Alten Testament war ja von Ihm geweissagt worden: „Auf Ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn!“ Ja, unser Herr Jesus ist es, „der die sieben Geister Gottes hat und die sieben Sterne“ - also den Heiligen Geist in göttlicher Fülle und Kraft. - In Offenb. 4 wird der Thron Gottes im Himmel geschaut und „sieben Feuerfackeln brannten vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind“. Damit ist uns ja die geistliche Bedeutung des siebenarmigen Leuchters der Stiftshütte herrlich erklärt. - Wir hören in 2. Kor. 3, daß der volle Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in unsere Herzen strahlt aus dem liebenden Angesicht unseres erhöhten Herrn. - Und wir, die Erlösten, dürfen hier in der dunklen Welt wandeln in diesem Licht: „Herr, im Lichte Deines Angesichts wandeln sie. In Deinem herrlichen Namen jubeln sie den ganzen Tag. und durch Deine Gerechtigkeit werden sie erhöht. Ja, glückselig das Volk, das den Jubelschall kennt!“ - „Derselbe Gott, der einst aus der Finsternis hervor Licht erstrahlen ließ, Er ist es auch, der in unsere (vorher so dunklen) Herzen hineingeleuchtet und hineingebracht hat den Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes, wie sie uns entgegenstrahlt im Angesicht Christi!“ [Lies Apgesch. 17,30.31; 26,15-20.]

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