BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
Oktober 1934

Sonntag, den 7. Oktober 1934


2. Mose 23,25.26

Ihr sollt dem Herrn, eurem Gott, dienen. So wird Er dein Brot und Wasser segnen, und Ich werde Krankheit aus deiner Mitte entfernen!“ Das Dem-Herrn-Dienen schließt in sich heilige Anbetung und praktisches Tun des Willens Gottes. Es liegt eine wunderbar bewahrende Macht darin, wenn wir mit allem, was wir sind und tun, unserem großen Gott zur Verfügung stehen - wenn unsere Kraft und unser ganzer Wille Ihm geweiht ist. Wir haben dann keine Zeit zu oberflächlichen und überflüssigen Dingen, zu eitlen und verkehrten Gedanken, und eine wunderbare Segnung ist die Folge! (Vgl. 5. Mose 7,12-15; [28,1-10].) - In Ps. 119,165 hören wir: „Große Wohlfahrt haben die, die Dein Gesetz, Herr, lieben, und kein Fallen gibt es für sie.“ Wohl kann Gott allerlei Proben und Schwierigkeiten auch über treue und geheiligte Kinder Gottes kommen lassen, um sie zu läutern und voranzubringen. Aber viele Mühsale und Kämpfe ersparen wir uns, wenn wir dem Herrn treu sind und uns ganz Ihm weihen! - Die meisten Krankheiten sind Folge von viel Sünde und Ungehorsam im Leben der Kinder Gottes, und gar manche Seiner Gläubigen sind dem Herrn unbrauchbar und im Wege, statt daß sie Ihm Frucht bringen. [Lies Luk. 13,6-9.] Ja, es kommt vor, daß ein Kind Gottes vor der Zeit abgerufen wird in die Ewigkeit, weil es sich verfehlt hat gegen seinen heiligen und herrlichen Herrn. (Lies 3. Mos. 10,1.2; 1. Kor. 11,30. 31; 1. Joh. 5,16b.) - Dem gehorsamen Israel verspricht der Herr hier: „Die Zahl deiner Tage werde Ich voll machen!“ Die von Gott gesegneten Patriarchen, die Ihn durch Vertrauen und Gehorsam geehrt hatten, starben „in gutem Alter“. Die Zahl ihrer Tage war voll, und sie wurden versammelt zu denen hin, die ihnen im Glauben vorangegangen waren. [Vgl. 1. Mos. 25,8; 35,29.] In Psalm 102,24 [Luth. 25] fleht David: „Herr, nimm mich nicht hinweg in der Hälfte meiner Tage!“ - Der Apostel Paulus konnte am Ende seines Lebens sagen: „Die Zeit meines Abschieds ist jetzt da. Ich habe den guten Kampf gekämpft; ich habe meinen Lauf vollendet! Die Treue habe ich dem Herrn gehalten und das Vertrauen bewahrt. Jetzt liegt wie ein Siegeskranz die Krone der Gerechtigkeit für mich bereit; die wird der Herr, der gerechte Richter, mir als Anerkennung verleihen an jenem großen Tage; jedoch nicht nur mir, sondern allen, die Sein Erscheinen geliebt, d. h. sich auf Seine herrliche Wiederkunft gefreut und bereitet haben!“ - Dieser Abschnitt, Vers 20-33, bildet also den Abschluß des kurzen Sittengesetzes, der vorläufigen einfachen Gottesdienstordnung und der notwendigsten sozialpolitischen Ordnung. Die hier gegebenen Verheißungen sind der Inbegriff der Volkswohlfahrt Israels unter den Segnungen Gottes - allerdings unter Bedingung des Wohlverhaltens. Gott verspricht Israel das Geleit Seines Bundesengels, Sieg über alle Feinde, den Besitz des verheißenen Landes (unter der Bedingung der Reinigung desselben vom Götzendienst), gute Ernährung und Wohlstand, Gesundheit, reichliche Vermehrung des Volkes und Lebenslänge, hohes Ansehen und ehrfurchtgebietende Stellung in den Augen aller umwohnenden Völker, ein weites Reichsgebiet und den sicheren Besitz desselben mit der nochmaligen Bedingung, daß Israel sich mit den Kanaanitern und ihrem Götzendienst nicht vermenge! - Wir werden hier erinnert an das Wort: „Glückselig die im Wege untadelig sind, die da wandeln im Gesetz des Herrn! Glückselig sind, die Seine Zeugnisse bewahren - die von ganzem Herzen Ihn suchen! - die auch kein Unrecht tun - in Seinen Wegen wandeln! - Herr, Du hast Deine Vorschriften geboten, um sie fleißig zu beobachten!“ (Lies Ps. 100,1-5.)

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