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JAHRGANG 1934
Februar 1934

Sonnabend, den 17. Februar 1934


2. Mose 10,27 - 11,3

Moses Unterredung endet damit, daß Pharao verstockter ist denn je. Auf die siebenmalige Forderung Gottes: „Laß mein Volk ziehen, daß es Mir diene!“ hat der König von Ägypten jedesmal ein härteresNein“. Trotzdem konnte es nicht zweifelhaft sein, wer schließlich in diesem Kampfe obsiegenwer unterliegen würde. – In blinder Anmaßung verbietet Pharao dem Mose, je wieder vor ihn zu treten. Dieses Verbot wäre gar nicht nötig gewesen, denn der Augenblick stand vor der Tür, da Moses mit ganz Israel für immer Ägypten den Rücken kehrte! Da all die fruchtbaren Plagen ihren Zweck nicht erreicht hatten, so mußte noch ein Schlag ganz Ägyptenland treffen und Pharao zwingen zur Freilassung des Volkes Gottes! Israels Auszug sollte ein Sieg, ein gewaltiger Triumph über Ägypten sein! – Ebenso ist die Rettung und Befreiung des Gläubigen aus der Gewalt Satans, aus Sünde und Welt, ein wunderbarer Sieg Gottes über diese: Gott führt durch die Macht Seiner Gnade Sünder aus ihrer Sklaverei zu Seinem Heil, zu der herrlichen Freiheit und Segnung, die Er ihnen bereitet hat: „Danksagt dem Vater, der uns fähig und passend gemacht hat zum Anteil am Erbe der Heiligen im Lichte – der uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und uns versetzt hat in das Königreich Seines geliebten Sohnes!“ (Vgl. Apgesch. 26,14-18; Hebr. 2,12.15.) – „Noch eine Plage will Ich über den Pharao und über Ägypten bringen; danach wird er euch von hier wegziehen lassen!“ Ehe der letzte, endgültige Schlag Gottes über ganz Ägyptenland kommt, bereitet Gott Sein erlöstes Volk zum siegreichen Auszug vor. Es wird schließlich so kommen, daß die Ägypter selbst in größter Angst das Volk Israel wegtreiben werden! Was Gott schon in Kap. 3,21.22 vorausgesagt hatte, ordnet Mose hier an: Jeder Israelit, jede Israelitin soll von den ägyptischen Nachbarn silberne und goldene Geräte und Festkleider fordern. Eine solche Angst beherrscht nach all den fruchtbaren Plagen die Ägypter, daß sie dieser Forderung ohne weiteres nachkommen. Die Israeliten zogen mit solchen Schätzen aus, daß selbst die Kinder tragen helfen mußten. – In Ps. 105,37.38 heißt es: „Der Herr führte Israel heraus mit Silber und Gold, und kein Strauchelnder war in seinen Stämmen!“ Israel erfuhr hier: „Des Herrn ist die Erde und ihre Fülle, der Erdkreis und die darauf wohnen“; und „des Sünders Reichtum ist aufbewahrt für den Gerechten!“ [Spr. 13,22; vgl. Hiob 27,16.17.] – Als „das Herr des Herrn“ sollte Israel Ägypten verlassen, die geraubten Schätze als den gerechten Lohn ihrer jahrzehntelangen Sklavenarbeit davontragend. [Vgl. Kap. 12,35.36.41.] – Mochte Pharao selbst in grenzenloser Verblendung die Knechte des Herrn immer noch verächtlich behandeln, in den Augen der Großen Ägyptens und in den Augen des ägyptischen Volkes war der Mann Mose jetzt hochangesehen, denn die Allgewalt seines herrlichen Gottes stand hinter ihm und hatte sich in all den furchtbaren Plagen den Ägyptern geoffenbart! – Ja, „der Herr gab dem Volke Israel Gnade in den Augen der Ägypter“. Es kommt alles für uns darauf an, ob des Herrn Gnade und Gunst auf uns ruht und mit uns sein kann. Und dies kann nur dann und nur soweit der Fall sein, als wir mit einem lauteren, kindlich vertrauenden und gehorsamen Herzen vor Ihm stehen und wandeln – nur insoweit, als unsere Wege und unser Tun Ihm wohlgefallen: „Wenn eines Menschen Wege dem Herrn wohlgefallen, so läßt Er Selbst dessen Feinde mit ihm Frieden halten!“ [ Vgl. Ps. 69,29-34 (Luth. 30-35); Röm. 8,31.] – Viele Gläubige wissen gar nicht, was das heißt: „Dem Herrn zum Wohlgefallen sein!“

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