BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
Februar 1934

Montag, den 12. Februar 1934


2. Mose 10,7-11

Mose und Aaron treten also von neuem vor Pharao hin und fragen ihn im Namen Jehovas: „Bis wann weigerst du dich, dich vor Mir zu demütigen? Laß Mein Volk ziehen, daß sie Mir dienen!“ – Auch diesmal Pharaos Verstocktheit voraussetzend, erklärt Mose, daß er morgen eine entsetzliche Heuschreckenplage, wie sie die Väter und Urväter nicht gekannt haben, über Ägypten bringen werde, welche auch das letzte fressen soll, das der Hagel übriggelassen habe. Über und über sollen Land und Wohnstätten bedeckt werden von diesen grausamen Nagern und Abfressern! – Diese Ankündigung setzt Pharaos Hofbeamte dermaßen in Furcht, daß sie den König zu bewegen suchen, Israel eilends freizugeben. „Laß die Leute ziehen, daß sie ihrem Gott, Jehova, dienen! Erkennst du denn nicht, daß Ägypten auf solche Weise zugrunde geht? Wie lange soll uns dieser Mensch noch unglücklich machen?“ Wenn die Menschen im Unglück sind, suchen sie die Schuld daran stets bei anderen, meist bei denen, die Gott nahestehen und denen sie so viel zu verdanken haben! – Daraufhin läßt Pharao Mose und Aaron von neuem zu sich kommen: „ Ihr könnt wegziehen und eurem Gott dienen. Welche alle sind es denn, die wegziehen sollen?“ Mose erklärt, daß niemand zurückbleiben könne. Jung und alt, Eltern und Kinder, alle gehören Gott an. Auch das Vieh wird gebraucht, denn Israel will seinem Gott Opfer bringen. – Pharao erklärt: „Daraus wird nichts! Ihr Männer mögt hinziehen und dem Herrn dienen (aber die Frauen und Kinder sollen zurückbleiben)!“ Wie listig war dies ausgedacht. Und wie oft überlistet der Teufel mit ähnlichen Vorschlägen heute noch gläubige Menschen! Sie selbst befolgen vielleicht treulich die Vorschriften des Herrn. Aber sie haben nicht die Kraft, ihre Angehörigen den Einflüssen der Welt und der Sünde zu entziehen. Unser Gott aber kann auf kein Glied deiner Familie verzichten. Er will alle lösen aus Welt und Sünde, alle in Seinen Segensbereich hineinziehen: „Du und dein Haus!“ – das ist Gottes Forderung und Gottes Segensabsicht, die wir nicht genug beherzigen können. Der edle Josua hatte inmitten eines ungetreuen und abtrünnigen Israel den festen Herzensvorsatz: „Ich aber und meine Familie – wir wollen dem Herrn dienen!“ [Jos. 24,14.15.; vgl. 1. Mos. 7,1.] – Gott Selbst hat die Familie gestiftet und gegründet. Wenn ein Glied der Familie in Wahrheit Gott angehört und Jesus nachfolgt, so will der Herr unbedingt durch die ringenden Gebete und den demütigen, stillen Wandel – durch das klare Zeugnis Seines Jüngers – Seiner Jüngerin die übrigen Glieder der Familie gewinnen. Wir finden zu allen Zeiten im Volke Gottes ganze Familien, die, für das Reich Gottes gewonnen, nun dem Herrn Jesus dienen und nachfolgen! – Denken wir an die Familie des Stephanas, des Erstbekehrten in Griechenland, oder die Familie des Kerkermeisters in Philippi und der Purpurkrämerin Lydia. (Lies [Apgesch. 16,13-15; 25-34]; 1. Kor. 16,15-18.) Lieber Bruder, liebe Schwester, wie steht’s mit deiner Familie? Hast du deine Frau, deinen Mann, deine Kinder, deine Eltern und Geschwister schon für den Herrn Jesus gewinnen können? – V. 10,11: Wenn Pharao hier den frommen Wunsch ausspricht: „Der Herr sei mit euch, so wie ich euch und eure Kinder ziehen lasse!“ so ist das nur Spott, denn er will ja gerade die Frauen und Kinder nicht mitziehen lassen und droht ihnen Schlimmes an: „Bedenkt, daß Schlimmes euch bevorsteht (wenn ihr samt euren Frauen und Kindern wegziehen wollt)!“ Niemals wird der König dies gestatten.

(Wundervoll interessant und lehrreich im Blick auf das Familienleben wie auf vieles andere ist für jung und alt das Lebensbild der Mutter der Heilsarmee, Katharina Boot. Es heißt: „Lieben und Leiden einer Magd des Herrn“ und ist in jeder guten Buchhandlung zu haben oder zu bestellen; Verlag von Friedrich Bahn, Schwerin in Mecklenburg. Ihrer Tochter Käthe, die schon ganz früh in die Seelenrettungsarbeit hineingezogen wurde, schreibt sie einmal: „Du hast ein herrliches, gesegnetes nutzbringendes Leben vor Dir; aber ich sehe auch die Gefahren für Dich darin. Ich bitte Gott, daß Er Dir helfe, die Welt, in welcher Gestalt sie Dir auch nahetreten mag, für nichts zu achten – auf ihre Meinung herabzusehen, ihren Geist ihre Grundsätze, ihre Gebräuche zu verachten! O möchte der Geist Gottes Dir dazu helfen. Deine Dich stets liebende Mutter.“)

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