BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Jahrgänge -- 1934 -- 21. Januar
Diese BLZ Andacht: -- IM ORIGINAL – Erweitert

Voriger Tag -- Nächster Tag

JAHRGANG 1934
Januar 1934

Sonntag, den 21. Januar 1934


2. Mose 4,14-20

Aaron wird nun tatsächlich seinem Bruder Mose beigeordnet! Ihm war das Reden nicht schwer. Doch was nützt Redegewandtheit, wenn es am göttlichen Inhalt, an der göttlichen tiefe und Kraft der Worte fehlt, wie dies so häufig bei Aaron der Fall war! – Nach 40 Jahren sollten die Brüder einander wiedersehen, und Aaron würde Freude zeigen über das Wiederfinden seines Bruders. – Aaron soll nun Moses Mund dem Volke gegenüber sein, und damit hat Mose viel eingebüßt von dem, was Gott ihm ursprünglich zugedacht hatte. – O, wie willig, wie demütig und wie mutig müssen wir doch sein und bleiben, wenn Gottes herrlicher Plan in seiner ganzen Kostbarkeit und Ausdehnung in unserem Leben zur Geltung kommen soll. „Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus für dich bereit ist!“ [Lies Eph. 6,10-18; 1. Tim. 6,11-16!] – „Du sollst ihm an Gottes Statt sein“, d.h. du sollst ihm die Botschaft eingeben, die er ausrichten soll! – Die Gnade, mit Gott in unmittelbarer Verbindung zu stehen und der Empfänger und Vermittler der göttlichen Befehle und Offenbarungen zu sein, blieb Mose. Seinen bisherigen schlichten Hirtenstab empfängt er jetzt als Zeichen seines göttlichen Auftrags und wird ausgerüstet mit Kraft und Glauben für den vor ihm liegenden erhabenen Dienst. Der Stab heißt nun der Stab Gottes, denn er ist Mose das Zeichen seiner göttlichen Sendung und der Macht Gottes, welche mit ihm geht! Es ist der Stab, vor welchem Pharaos Stolz und ganze Macht sich noch beugen muß. – Wir alle sind viel mehr geneigt, unser Vertrauen auf irgend etwas anderes zu setzen als auf den lebendigen Gott. Gestützt und geschützt durch einen schwachen Sterblichen, setzen wir unseren Fuß kühn und ohne Furcht vorwärts. Aber wie oft zögern und zweifeln wir, wenn uns der Ruf und das Wohlgefallen unseres himmlischen Herrn zur Ermutigung, die Stärke Seines mächtigen Arms zur Stütze gegeben wird!

Sieh, hier ist der Herr,
Ruft dich zu sich her;
Nichts ist Seiner Macht zu schwer:_
Rechne mit Ihm!
Rechne mit Ihm – einzig nur mit Ihm –
Steht alles wider dich:
Rechne mit Ihm!

Wenn das Wetter droht –
Heißer Proben Not,
Hat Er Wege aus dem Tod;
Rechne mit Ihm!
Rechne mit Ihm – einzig nur mit Ihm –
Steht alles wider dich:
Rechne mit Ihm!

Wenn dich Furcht erfüllt,
Dir das Licht verhüllt,
Er ist’s der dein Herze stillt;
Rechne mit Ihm!
Rechne mit Ihm – einzig nur mit Ihm –
Steht alles wider dich:
Rechne mit Ihm!

Und zum Werk für Ihn,
Dienst nach Seinem Sinn,
Kann Er dich mit Kraft anziehn;
Rechne mit Ihm!
Rechne mit Ihm – einzig nur mit Ihm –
Steht alles wider dich:
Rechne mit Ihm!
(Aus: „Lieder von Kampf und Herrlichkeit“ von H.-E. Alexander.)

Es ist etwas wunderbar Erhabenes, Gott allein als unsere Hilfsquelle, als unsere Kraft, unser Licht und unser Heil zu haben und von Ihm gesandt und gebraucht zu werden. „Nur auf Gott vertraut still meine Seele von Ihm kommt meine Rettung! Nur Er ist mein Fels und meine Rettung, meine hohe Feste, ich werde nicht wanken! - Auf Gott ruht mein Heil und meine Herrlichkeit; der Fels meiner Stärke, meine Zuflucht ist Gott!“ (Lies auch Jer. 17,5-8.) – Mose erbittet sich nun von seinem Schwiegervater die Erlaubnis zu seinen Brüdern, d.h. zu seinem Volke nach Ägypten zurückzukehren, um zu sehen, ob sie noch leben. 40 Jahre lang war ja keinerlei Nachricht von ihnen zu ihm oder von ihm zu ihnen gedrungen! – Es ist schön, an Mose zu sehen, wie taktvoll und bescheiden er auch nach Empfang seines hohen Auftrags sich seinem Schwiegervater gegenüber benimmt. Wer in Wahrheit von Gott geehrt ist, wird auch stets anderen die Ehre geben, die ihnen gebührt! (Vgl. Röm. 12,3.10.16; 13,7.) – Jethro hat im Laufe der Jahre seinen Schwiegersohn so achten gelernt, daß er ihm ohne weiteres Freiheit seiner Entschlüsse zubilligt und sein Vorhaben mit den besten Wünschen begleitet. Der Herr sendet Mose nun nach Ägypten zurück, indem Er ihm versichert, daß alle die, welche ihm vor 40 Jahren nach dem Leben getrachtet hatten – der damalige Pharao voran -, gestorben seien. (Vgl. Matt. 2,20.) So nahm denn Mose seine Frau und seine beiden Söhnlein samt der nötigen Habe auf Eseln mit sich und kehrte nach Ägypten zurück. – Wie herrlich, wenn der Herr nach langem Warten und Harren eingreift und ein neuer Abschnitt in unserem Leben für Gott beginnt!

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 17.03.2014 11:18 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)