BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1927
Februar 1927

Sonnabend, den 26. Februar 1927


4. Mose 28,11-15; Römer 8,35-39

Wie Jesus der Gottgeweihte und Todgeweihte war, sollen auch wir es sein. Wir sind „auserwählt … zum Gehorsam und zur Blutbesprengung Jesu Christi!“ Erinnert uns dies nicht an die „rotgefärbten Widderfelle“, die zur Decke der Stiftshütte verwandt wurden? [2. Mos. 26,14.] - Wenn man die Kirchengeschichte kennt, dann weiß man, daß zu vielen Zeiten Jesus nachfolgen so viel hieß als der Verfolgung, dem Leiden, dem Märtyrertode geweiht sein! Das war nicht nur in den Tagen der Apostel der Fall, sondern auch später hundertmal. Heute oder morgen kann es auch für uns so kommen! Wie wird es uns dann gehen, wenn wir jetzt unser Eigenleben so lieb haben? Jesus sagt: „Wer sein Leben lieb hat, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt haßt (d. h. wer sein altes Ich, seinen Eigenwillen, seinen Hochmut, seine Unwahrhaftigkeit, seinen Zorn usw. haßt!), der wird seine Seele zum ewigen Leben bewahren!“ [Lies Joh. 12,25.26; Offenb. 12,11.] - O, wenn wir doch mehr von der Sterbenswilligkeit unseres Heilandes, Seiner Apostel und Märtyrer hätten! Paulus trug allezeit das Sterben Jesu am Leibe umher; und so wurde auch das Leben Jesu an ihm offenbar; er war seinem Herrn ähnlich! (Lies Apgesch. 20,22-24. 36-38; 21,13; 1. Kor. 4,9-13.) Ebenso war es bei den anderen Aposteln und vielen Christen ihrer Tage. Willst auch du dich fortan „wie ein Schlachtschaf“ behandeln lassen, mein lieber Bruder, meine liebe Schwester? Menschen, die dich so behandeln, wird es schon geben; es kommt nur darauf an, ob du willig bist, deinem Heiland ähnlich, ein Schlachtschaf zu sein! - Das Lamm, ein Bild der Sanftmut und Leidenswilligkeit! In Jes. 50,6 sagt Jesus: „Ich bot Meinen Rücken den Schlagenden und Meine Wangen den Raufenden dar; Mein Angesicht verbarg Ich nicht vor Schmach und Speichel!“ (Vgl. Matth. 26,67.68; 27,27-31.) - Petrus, der drei Jahre Christi Jünger und Begleiter war, sagt uns: „Gescholten, schalt Er nicht wieder; leidend drohte Er nicht!“ Großen Widerspruch seitens der Sünder hat Er still ertragen. O, wie kostbar ist es, in all diesem Ihm ähnlich zu werden! Har Er uns doch „ein Vorbild gelassen, auf daß wir Seinen Fußstapfen nachfolgen!“ - Ja, die Welt und auch unsere Mitchristen sollen in uns Menschen sehen, die sanftmütig und demütig sind, wie Jesus es war - die leiden, wie Er litt - die sich alles willig gefallen lassen, wie Er Sich alles gefallen ließ! [Lies Hebr. 12,1-3!]

Wenn nun ein Gotteskind fragt: „Ja, wie ist es denn möglich, so zu sein und zu werden? Ich bringe es noch gar nicht fertig!“ so lautet die Antwort: Die dankbare Liebe zu Jesus gibt Kraft dazu! Und vor allem das Glück, sich von Ihm geliebt zu wissen! Gerade wo Paulus von Drangsal und Angst, von Hungersnot, Gefahr und Schwert spricht: „Um Deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe werden wir gerechnet!“ da fügt er hinzu: „Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch Den, der uns geliebt hat! Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer (der Finsternis), weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Gewalten, weder Höhe noch Tiefe noch irgend eine Kreatur uns zu scheiden vermögen wird von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserem Herrn!“ Bist du freudig, heute für Jesus und zu Seiner Ehre „dein Leben zu lassen“ in den kleinen „Sterbensproben“, die heute von seiten der Menschen an dich herantreten?

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