BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
Juli 1926

Sonnabend, den 17. Juli 1926


4. Mose 20,6-9

Mose und Aaron taten das Beste, was in ihrer schwierigen Lage zu tun war - sie wandten sich zu Gott. Vor Ihm fielen sie auf ihr Angesicht. Was war es doch für diese treuen Führer, von sechshunderttausend Murrenden umringt zu sein - ihre Schmähungen und ungerechten Vorwürfe zu hören! Gott aber kam Seinen Knechten zu Hilfe: „Die Herrlichkeit Jehovas erschien ihnen.“ Gott wollte in verzeihender Barmherzigkeit das Murren Israels stillen. Mose soll „den Stab“ nehmen - nicht seinen eigenen - den des Gesetzes, wie uns V. 9 zeigt, sondern den hohepriesterlichen Stab Aarons. (Lies 4. Mose 17,1-11.) Derselbe soll das Volk an die schweren Folgen seines früheren Murrens erinnern und es vor neuer Unzufriedenheit warnen. Andererseits aber soll der Stab ihnen ein Zeichen jener tragenden Barmherzigkeit sein, „welche Nachsicht zu haben vermag mit den Unwissenden und Irrenden“: es ist der Stab priesterlicher Gnade! [Vgl. 4. Mos. 16,41 - 17,11.] - Mose versteht genau, was Jehova will; er holt den Stab Aarons, welcher gesproßt und Früchte getragen hat, aus dem Allerheiligsten. (V. 9.) Und dann gebietet Gott Mose und Aaron, vor der Menge zu dem Felsen zu reden, und Er werde sein Wasser geben und die ganze Volksgemeinde tränken.

Einmal - am Anfang, war der Fels geschlagen worden (2. Mos. 17,1-7); nun aber sollte Mose nur zu demselben reden. - Der für uns geschlagene Fels ist Christus - der „Fels der Ewigkeiten“. (Jes. 26,4; 1. Kor. 10,1-4.) Einmal wurde Er am Kreuz geschlagen von Gottes Gerichtsstab: „Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem Er ein Fluch für uns geworden ist“. [Gal. 3,13; Jes. 53,4-6.] Ja, was wir verdient hatten, das traf Ihn, unseren Bürgen auf Golgatha. Sein Opfer bedarf nie einer Wiederholung: „Nachdem Er ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht hat, hat Er Sich auf immerdar gesetzt zur Rechten Gottes. Denn durch ein Opfer hat Er auf immerdar vollkommen gemacht, die geheiligt werden!“ Die Segensströme sind für immer ausgelöst und werden ewiglich für uns fließen. Die Lebenskräfte und Gnaden des Heiligen Geistes sind da für jedes dürstende Herz. - Wir dürfen all die Segnungen dankbar aufnehmen, wir dürfen aber auch Vermittler derselben werden für andere Dürstende. Jesus spricht: „Wer an Mich glaubt, gleichwie die Schrift sagt, von dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen“. Dies aber sagte Er von dem Geiste, welchen die an Ihn Glaubenden empfangen sollten. - Und wenn, solange wir in der Wüste sind, ein augenblicklicher Mangel sich fühlbar macht, so soll unser Glaube sich nach neuer, tieferer Segnung ausstrecken. Wir sollen zu dem Felsen reden - sollen betend und flehend zum Herrn Jesus rufen und Er wird uns antworten mit neuen Erquickungen von Seinem Angesicht! „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut; Selbstbeherrschung (oder Keuschheit, Enthaltsamkeit)!“

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