BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
Mai 1926

Mittwoch, den 12. Mai 1926


4. Mose 18,21-32; Psalm 100

Während die Opfergaben, die Erstlinge und alles in V. 9-18 Genannte den Priestern zukam, bestand das Einkommen der Leviten in allen Zehntenabgaben, die das Volk Israel zum Heiligtum brachte. Es war dies die gnädige und reichliche Vergütung, die Jehova ihnen für ihren Dienst am „Zelte der Zusammenkunft“ zuteil werden ließ. Und es war eine Ehre für das Volk, daß sie den Zehnten bringen durften von all ihren Erträgnissen und Einkünften. - Wie glücklich sind heute die Kinder Gottes, welche aus freier, dankbarer Liebe zum Herrn dem Worte Folge leisten: „Bringet den Zehnten ganz in das Vorratshaus, auf daß Speise in Meinem Hause sei, und prüfet Mich doch dadurch, spricht Jehova der Heerscharen, ob Ich euch nicht die Fenster des Himmels auftun und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß!“ (Mal. 3,10; vgl. 3. Mos. 27,30-33.) - Wenn man, wie die Leviten, dem Herrn treulich und eifrig dient, dann wird man auch wie sie Seine Fürsorge und Belohnung des Dienstes in kostbarer Weise erfahren. „Denn Gott ist nicht ungerecht, eures Werkes zu vergessen und der Liebe, die ihr gegen Seinen Namen bewiesen habt, da ihr den Heiligen gedient habt und dienet. Wir wünschen aber, daß ein jeder von euch denselben Fleiß beweise zur vollen Gewißheit der Hoffnung bis ans Ende, auf daß ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, welche durch Glauben und Ausharren die Verheißungen ererben!“ [Lies Röm. 12,4-8; 1. Petr. 4,7-11.] Wie glückselig wird ein treuer Diener, eine treue Dienerin des Herrn einmal sein, wenn sie vor Ihn treten und mit Jubel ihre Garben zu Seinen Füßen legen dürfen - wenn sei mit der ihnen anvertrauten Gnadengabe Sein Königreich gefördert haben und sprechen können: „Herr, Dein Pfund hat zehn Pfunde hinzugewonnen!“ [Lies Ps. 126,5.6; Luk. 19,11-27.]

V. 22.23: Statt der Erstgeborenen aus dem ganzen Volke, welche vielfach der Heiligkeit entbehrten und daher beim Nahen zum Heiligtum Sünde auf sich geladen hätten [vgl. 2. Mos. 19,10-25], hatte Jehova den Stamm Levi für den Dienst an der Stiftshütte ausgesondert. Allerdings schloß dieser heilige Dienst auch eine große Verantwortlichkeit in sich; denn je näher wir Gott stehen, desto mehr erwartet Er Heiligung, Gehorsam, Hingebung von uns - desto schwerer wiegt eine Sünde, eine Unheiligkeit! Jakobus schreibt deshalb: „Seid nicht viele Lehrer, meine Brüder, da ihr wisset, daß wir ein schwereres Urteil empfangen werden; denn wir alle straucheln oft!“ - Andererseits aber ist es ein unendliches Vorrecht, dem Herrn nahestehen und in besonderer Weise dienen zu dürfen: „Glückselig der, den Du erwählt und herzunahen lässest, daß er wohne in Deinen Vorhöfen! … Glückselig, die da wohnen in Deinem Hause! Stets werden sie Dich loben! Denn ein Tag in Deinem Hause ist besser, als sonst tausend; ich will lieber an der Schwelle stehen im Hause meines Gottes, als wohnen in den Zelten der Gesetzlosen. Denn Jehova, Gott, ist Sonne und Schild; Gnade und Herrlichkeit wird der Herr geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln. Jehova der Heerscharen, glückselig der Mensch, der auf Dich vertraut!“

In V. 25-32 wird den Leviten verordnet, daß sie von dem Zehnten, der ihre Einnahme und ihren Unterhalt bedeutete, wiederum einen Zehnten abheben und den Priestern geben sollten. Taten sie dies, dann durften sie ohne Furcht und mit Segen all das Gute genießen, das Jehova ihnen durch die Hand Seines Volkes als Vergeltung für ihre Dienste und Mühen zukommen ließ.

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