BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
März 1926

Freitag, den 12. März 1926


Maleachi 4,4-6 (Luther 3,22-24); 5. Mose 4,1-14

Mit einer letzten Mahnung schließt Maleachi sein kurzes, aber bedeutsames Buch. Wie sehr lag es ihm am Herzen, daß das Volk eingedenk sein möchte der guten Satzungen und Rechte, welche sein Gott ihm gegeben! - Auch für uns ist das Alte Testament so kostbar, wenn wir es im Lichte der durch Christum vollbrachten Erlösung lesen, ganz besonders die erhabenen Bücher Mose, an welche hier so eindrücklich erinnert wird. (Lies 5. Mos. 12,28.) „Wie liebe ich Dein Gesetz, es ist mein Sinnen den ganzen Tag! Ich liebe Deine Gebote mehr als Gold und gediegenes Gold; darum halte ich alle Deine Vorschriften für recht; jeden Lügenpfad hasse ich!“ Spricht dein Herz und Leben auch so, mein Bruder, meine Schwester? - Noch einmal (vgl. Kap. 3,1) stellt der Herr für die Endzeit das Kommen eines Vorläufers und Wegbereiters in Aussicht. Er soll dahin wirken, daß viele in Israel noch dem nahenden Zorn Gottes entfliehen und zur Segnung des Tausendjährigen Reiches bereitet werden. Wie offenbart doch unser Gott mitten in Seinen Gerichtsankündigungen Sein Herz voll Erbarmen! Die zwei Zeugen in Offenb. 11,3-8, welche im Geiste des Mose und des Elia dastehen werden, mögen die letzte Erfüllung dieser Verheißung sein. An einem Mose, einem Elia, einem Johannes des Täufers erkennen wir, welche Kraft Gott in ein Menschenleben legen kann, das Ihm ganz zur Verfügung steht. Ein geweihter und geheiligter Mensch Gottes vermag einem ganzen Zeitalter eine Wendung - einem ganzen Geschlecht einen neuen Geistesstempel zu geben: „Er wird das Herz der Väter zu den Kindern und das Herz der Kinder zu ihren Vätern wenden“. Wie oft ist’s der Fall, daß die Kindlein, von einer gottesfürchtigen Mutter gelehrt, den Herrn Jesus lieben und Ihm anhangen. Der Vater aber geht gottferne Wege! Wir sehen: Gott will ihn zur Umkehr bringen, Gott will ihm ein neues Herz geben! Betet nur ernstlich und glaubensvoll weiter für ihn, ihr Mütter und ihr Kinder. - Und wie häufig der umgekehrte Fall. Der Vater, die Mutter folgen dem Herrn Jesus nach; aber bekümmert schauen sie auf ihre Kinder, denn diese gehen eigenwillige, verkehrte Wege! Wo sind heute die Gotteskinder, die treuen, leuchtenden Zeugen und Zeuginnen, welche an solche verirrten Söhne und Töchter mit Liebe und Ernst, mit Freundlichkeit und Festigkeit herantreten und sie klar zur Bekehrung - zur Beugung vor dem großen, herrlichen Herrn führen können? Bist du ein solcher - eine solche?

„Auf daß ich nicht komme, und das Land mit dem Banne schlage!“ Solange noch Gerechte und Gottesfürchtige in einem Lande - in einer Stadt sind, halten sie immer noch Gottes endgültiges Strafgericht zurück! Der Gerichtsengel konnte seinen Auftrag, Feuer und Schwefel über Sodom zu bringen, nicht ausführen, solange auch nur ein Lot noch in der Stadt war! Wie furchtbar wird es aber einmal für die Welt sein, wenn der Herr Jesus all Seine wahren Glieder plötzlich in die Herrlichkeit versetzt! Dann ist das erhaltende Salz fort und die Fäulnis ist reif zum Gericht: „Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Adler!“ - Wir Gotteskinder aber wollen das andere Wort auch tief zu Herzen nehmen: „Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz dumm (oder fade) geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden!“

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