BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1923
Dezember 1923

Freitag, den 28. Dezember 1923


4. Mose 17,8 (Luther 17,23); 1. Johannes 5,4.5; Psalm 92,12-15

Wir können es uns nicht versagen, hier noch etwas zu reden von der göttlichen Lebensmacht und Lebensfülle, welche Gott einer sterbenden, verderbenden Welt nahebringt durch Seinen eingeborenen Sohn! (Lies 1. Joh. 4,9-14.) Was die Menschen Leben nennen, ist in Wahrheit kein Leben mehr. Durch die Abkehr von Gott - durch die Sünde ist der Tod in die Welt gekommen. In seiner Seele vor allem ist der natürliche Mensch „entfremdet dem göttlichen Leben“ - ja, tot für Gott und Gottes Gemeinschaft - „tot in Sünden und Übertretungen“. Die wunderbare „Gnade Gottes aber ist geoffenbart worden durch die Erscheinung unseres Heilandes Jesus Christus und Er hat den Tod zunichte gemacht und Leben und Unverweslichkeit ans Licht gebracht durch das Evangelium. (2. Tim. 1,10; vgl. Joh. 10,11.) Ja, in der auf Golgatha vollbrachten Erlösung, mit dem Sühnetode und der machtvollen Auferstehung Christi ist der volle Sieg des göttlichen Lebens über den Tod voll und ganz errungen! Und nun teilt Jesus aus der himmlischen Herrlichkeit den Dürstenden Lebenswasser aus: „Wen da dürstet, der komme; wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!“ - Und immer neu, ja, beständig braucht der Glaubende, wenn er dem Herrn im täglichen Leben Ehre bereiten und Frucht bringen will, die Zuflüsse des himmlischen Geistes und Lebens! Was aus uns selbst ist, taugt nicht für Gott. „Was aus dem Fleische geboren ist, das ist Fleisch!“ (Lies Röm. 8,12-14.)

O wieviel „Fleisch“ - frommes Fleisch, oft gekleidet in ein sehr geistliches Gewand, bei Kindern Gottes! - Du wirst nur insoweit Christum verkündigen mit deinem täglichen Leben und Wandel, als du Stunde um Stunde aus Seiner Fülle schöpfst - von Ihm Selbst, dem Lebensquell und Lebensbrot, lebst! „Gleichwie der lebendige Vater Mich gesandt hat und Ich lebe vom Vater, so auch wer Mich isset, der wird von Mir leben!“ - Ach, wie wenig kennen die Kinder Gottes im allgemeinen noch von einem Leben wirklicher, inniger Lebens- und Geistesverbindung mit ihrem himmlischen Haupt und Hohenpriester! Wie wenige führen ein wirkliches, lauteres, hingegebenes Leben des Glaubens, wie Paulus es kannte und führte: „Was ich jetzt lebe im Fleische, lebe ich durch Glauben - durch den Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und Sich Selbst für mich hingegeben hat!“ Und doch ist solches Leben für alle da! - O wie kostbar, wenn ein Gläubiger in Wahrheit rühmen kann (beachte, daß Paulus hier nicht wie gewöhnlich in der Mehrzahl spricht, sondern eine persönliche Erfahrung äußert): „Das Gesetz des Geistes des Lebens in Christo Jesu hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes!“ - Ja, Paulus gab sein altes Wesen, sein natürliches Leben ganz in den Tod mit Christo. Darum konnte Christus in ihm Gestalt gewinnen und aus ihm leuchten! (Lies Ps. 52,8; 92,12-15.)

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