BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1922
Mai 1922

Dienstag, den 16. Mai 1922


4. Mose 10,7.8

Die Priester mußten ganz genau wissen, zu welchem Zweck sie die Posaunen gerade eben ertönen lassen sollten; sie mußten geübt sein im Gebrauch dieser heiligen Instrumente. So ist es für den Knecht und die Magd Gottes von hoher Bedeutung, daß sie selbst wachsen in der Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn - daß sie nicht aufhören, für sich selbst in Gottes Wort zu forschen, die göttlichen Gedanken zu erkennen und aufzunehmen. Nur dann werden sie dieselben fruchtbringend weitergeben können! - Petrus spricht in seinem zweiten Brief (2. Petr. 1,12) von der „gegenwärtigen Wahrheit“, in welcher er die Gläubigen seiner Tage zu befestigen suchte. - Die göttliche Wahrheit - alles, was Gott uns in Seinem Wort mitteilt, ist ja Seinem Wesen nach ewig, unveränderlich wie Gott Selbst. Da aber die Umstände und Zustände der Kirche Gottes - der einzelnen Gemeinden, Gemeinschaften und Seelen - auf Erden dem Wechsel unterworfen ist, so ist der Heilige Geist darauf bedacht, uns die göttliche Wahrheit jeweils nach der Seite und in der Weise zu entfalten und nahezubringen, wie es gerade unser gegenwärtiger Stand, unsere augenblicklichen Umstände erfordern. Daher kann und muß von einer „gegenwärtigen Wahrheit“ geredet werden! -

Wer ein gebräuchliches Werkzeug des Heiligen Geistes sein will - wer fruchtbringend am Worte dienen soll, der muß durch die Erleuchtung des Geistes die Zeit erkennen, in der wir stehen. (Lies 1. Chron. 12,32.) Der muß die Zustände und Umstände der Gemeinde Gottes im göttlichen Lichte schauen und sich von Gott Weisheit und Verständnis darreichen lassen, was gerade notwendig und gesegnet ist für diejenigen, denen er an ihren Seelen dient (Luk. 12,42-44.) Nur ein mit göttlicher Liebe erfülltes Herz wird auch das erforderliche Licht empfangen können zum Dienst. Ein treuer Verwalter gibt dem Hausgesinde die rechte Speise zur rechten Zeit! Wenn jemand über Gottes Wort „redet, so rede er als einer, der Aussprüche Gottes kundgibt; wenn jemand dient, so tue er’s als aus der Kraft, die Gott darreicht, auf daß in allem Gott verherrlicht werde durch Jesum Christum, welchem die Herrlichkeit und die Macht gebührt in alle Ewigkeit! Amen.“

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