BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1922
Januar 1922

Sonnabend, den 28. Januar 1922


4. Mose 9,11.12

Welche geistliche Bedeutung liegt nun darin, daß vom Passahlamm nichts übrig bleiben sollte bis zum anderen Morgen - daß es dem Israeliten Schaden und Verlust eingebracht hätte, wenn er noch am nächsten Tage von dem Lamme gegessen hätte? (Vgl. 2. Mos. 12,10.) Der Grund ist dieser: Das Essen des Lammes sollte nicht getrennt werden von dessen Darstellung als Opfer, wie es beim Passahfeste auf den Familientisch gebracht wurde! - So kann eine Seele sich auch nur dann an Jesus freuen und Ihn glaubend ins Herz aufnehmen, wenn sie Sein Opfer am Kreuz wertschätzt als die Sühnung für ihre Sünden! Jesus spricht: „Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Es sei denn, daß ihr das Fleisch des Sohnes des Menschen esset und Sein Blut trinket, so habt ihr kein Leben in euch selbst! Wer Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt (d. h. wer Mich als Erlöser - als den für Sünder am Kreuz gestorbenen Heiland glaubend ins Herz aufnimmt), der hat ewiges Leben und Ich werde ihn auferwecken am letzten Tage (d.h. er hat teil an der Auferstehung des Lebens)!“ Wer dagegen Jesus nur als einen edlen Menschen gelten läßt und Ihn zum Vorbild nehmen will, ohne zuvor als erlösungsbedürftiger Sünder zu Ihm gekommen zu sein und Ihn als Versöhner angenommen zu haben - ohne Ihn als solchen zu ehren und zu lieben, der ist verblendet und strafwürdig vor Gott! (Lies Joh. 3,14-18.35.36; 1. Joh. 5,6-13.)

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