BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1921
August 1921

Freitag, den 19. August 1921


Habakuk 2,6b-11

Es folgt nun ein fünffaches „Wehe“, das Chaldäa gilt. (Vgl. Kap. 1,9.10.15; Jer. 51,34-37.) Zugleich finden wir darin natürlich Gottes Urteilsspruch über jedes Volk und jeden einzelnen, der die darin gerügten Charakterzüge und Handlungen aufweist. Insofern sind diese Aussprüche nur zu beherzigenswert! Schließlich aber wird vor allem die letzte gottfeindliche Weltmacht - das künftige römische Reich und sein Oberhaupt - dieses fünffache Wehe auf sich ziehen, da bei ihm all jene bösen und schrecklichen Eigenschaften in höchster Potenz vorhanden sein werden. Schon Vers 3 unseres Kapitels sagte uns ja, daß die vorliegende Prophezeiung vor allem endgeschichtliche Bedeutung habe! Der Prophet Daniel beschreibt wohl diese letzte gottfeindliche Weltmacht am deutlichsten. (Lies Dan. 7,7-11. 19-28.)

Habsucht und Geldgier sind furchtbare Sünden in Gottes Augen; sie werden häufig schon in diesem Leben mit Unglück und Verarmung gestraft. Wie schrecklich aber wird das ewige Entblößtsein, die ewige Strafe und Drangsal aller derer sein, die den Dingen dieser Welt nachjagten! Das Wort: „Du hast dein Leben verschuldet!“ erinnert uns an das Wort Matth. 17,26. - V. 11: Die Strafe und Schande derer, die „schändlichen Gewinn“ geliebt haben, wird vor aller Welt offenbar werden! - Auch für Kinder Gottes ist die Geldliebe, die Habsucht eine der feinsten und darum gefährlichsten Schlingen des Feindes! Die Schrift nennt Habsucht Götzendienst! (Kol. 3,5.) Selbst solche, welche im Werke Gottes dienen, sind der Gefahr der Habsucht ausgesetzt. Wir sehen, wie sehr die Apostel sich vor dieser Gefahr hüteten - wie frei sie von irgendwelcher Habsucht waren! (Lies Apgesch. 20,33-35; 2. Kor. 12,14.15; 1. Thess. 2,5-7; 1. Petr. 5,1-4; vgl. 1. Sam. 12,1-5.) - Viele sind geizig, ohne es sich klar machen zu wollen! - Nur der Herr Jesus und die wahre Freude an Ihm kann uns lösen von der Liebe zum Irdischen! Möchten wir gründlich die Unsicherheit und Vergänglichkeit alles irdischen Besitzes empfinden! - Wir wollen uns doch kein Gewicht anhängen, das uns nach unten zieht, das unser Gewissen beschwert, das uns den freien Aufblick und Aufschwung nach oben unmöglich macht! (Pred. 5,10; 1. Joh. 2,15-17; Phil. 3,18-21; Luk. 21,34-36; Jak. 4,14 - 5,18.) „Herr, neige mein Herz zu Deinen Zeugnissen und nicht zum Gewinn!“

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