BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1919
April 1919

Donnerstag, den 17. April 1919


Obadja 19-21

Die in Vers 17 angekündigte siegreiche Besitznahme des verheißenen Landes Kanaan in seiner ganzen Ausdehnung durch die Israeliten unter der Führung ihres hochgelobten Messias und Königs Jesus wird uns nun noch ins einzelne gehend beschrieben. (Lies Psalm 108,7-13.) Die im südlichen Kanaan wohnenden Kinder Israel werden das Gebirge Seir besetzen und einnehmen, welches zuvor den Edomitern gehörte. (Vergl. 4. Mose 24,17-19; Psalm 108,9-11; Jer. 49,19-22) - Die Volksteile, welche im Westen Kanaans wohnen, wo das Land sich dem Mittelländischen Meer zu senkt, werden das Gebiet der besiegten Philister einnehmen. (Vergl. Jer. 47,1-7; Hes. 25,5-17; Amos 1,6-8.) - Die mehr nördlich wohnenden Israeliten sollen sich über das Gefilde Ephraims und das Land Samaria ausbreiten. Der Stamm Benjamin soll über den Jordan gehen und Gilead, d. h. das Ostjordanland einnehmen, das einstige Gebiet Sidons, des Amoriterkönigs, und Ogs, des Königs von Basan, welches die Kinder Israel vor alters - noch unter Moses Führung - vor ihrem Einzug ins eigentliche Kanaan durch so glänzende Siege eroberten. (4. Mose 21, 21-35) - Vers 20: Die durch Feinde aus ihrem Lande weggeführten Glieder des Volkes Gottes werden dann mit Freuden zurückgekehrt sein in ihr Heimatland (Sepharad, wohin auch Juden vertrieben gewesen zu sein scheinen, lag wohl im südwestlichen Medien) und werden mithelfen, das verheißene Land in seiner ganzen Ausdehnung in Besitz zu nehmen. Was in alten Zeiten den Kanaanitern gehört hatte bis zum äußersten Norden (Zarpath liegt am Mittelmeer zwischen Tyrus und Sidon) und alle Städte im Süden des Heiligen Landes gehören dann zum Königreich Israel. - Die Abraham, Isaak und Jakob von Gott gegebenen Verheißungen gehen unter dem Zepter Christi wunderbar in Erfüllung (Vergl. 1. Mose 15,18-21; 26,3.4; 28,12-14; Jes. 54,1-5.) - Vers 20: Der Herr Jesus wird Seinem Bundesvolke Helden und Retter geben (vergl. Richter 2,16; 9 usw.), welche den Berg Zion, die Stätte der Gnade und des Heils, zu ihrem Ausgangs- und Zielpunkte machen und von dort aus das von Gott befohlene Vertilgungsgericht an den Edomitern, wie überhaupt an den letzten noch übrigen Feinden des erlösten Israel ausüben werden. -

Den Schluß unseres Propheten bilden die kostbaren Worte: „Und das Reich wird Jehova gehören!“ (Vergl. Jes. 24,23; Mich. 4,7.) Herrliche, glückselige Zeit, da. Gottes Reich die ganze Welt umfaßt und der Herr Jesus auch auf unserer jetzt durch die Sünde so verderbten Erde herrschen wird. Dann ist die so häufig und so sehnlich ausgesprochene Bitte erhört: „Dein Reich komme! Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden!“ Dann wird aller Widerspruch und Widerstand gegen Gott, alle Sünde und Bosheit und damit auch alles Elend und Verderben von der Welt hinweggetan sein. (Lies Röm. 8,18-31.) Gerechtigkeit wird die Erde bedecken, gleich wie die Wasser den Meeresgrund. Friede und Eintracht wird unter den Menschen, unter den Völkern herrschen, Freude und Segnung unaussprechlich reich und groß sein! (Lies Psalm, 96; 97; 98; Jes. 25,6-9; 27,6; 28,5.6; 29,17-24; 30,26; 35,1-10.)

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