BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1919
Januar 1919

Freitag, den 17. Januar 1919


Amos 7,7-9

Zum drittenmal schaut Amos den Herrn, wie Er Sich aufmacht zum Gericht. Auf unnahbarer Höhe stehend, hat Er ein untrügliches Maß in der Hand, das da kundtut, wie weit das Volk vom Recht abgewichen ist - zugleich das Zeichen, daß jetzt der Augenblick des Gerichts unabänderlich fest steht. (Lies 2. Kön. 21,13-15; Jes. 34,11.) Der Herr erklärt: „Ich werde fortan nicht mehr schonend an Israel vorübergehen!“ Bisher hatte Gott immer wieder Geduld geübt und das Strafgericht hinausgeschoben, um dem sündigen Volke Gelegenheit zur Umkehr zu geben; nun aber nicht mehr! - Auch heute kann für ein Volk, für eine Gemeinde, wie für eine einzelne Seele unerwartet schnell der Abschluß der Gnadenzeit kommen, da Gott spricht: „Ich gab ihr Zeit, Buße zu tun, aber sie will nicht Buße tun. Siehe, Ich werfe sie ... in große Drangsal!“ (Offb. 2,21.22.) Diesmal wagt der Prophet nicht mehr, Einspruch zu erheben, Fürbitte einzulegen; das Gericht ist fest beschlossen und wird nicht mehr hinausgeschoben. Die „Höhen", d. h. die Stätten des abgöttischen Dienstes sollen verwüstet werden. Das Haus Jerobeams, d. h. das herrschende Königshaus, soll durchs Schwert umkommen; das Reich Israel (d. h. das Zehnstämmereich) wird aufgelöst und muß untergehen. (Vergl. V. 11 u. 17.) - „Was wollt ihr tun am Tage der Heimsuchung und beim Verderben, das von ferne daherkommt? Zu wem wollt ihr fliehen um Hilfe und wohin eure Herrlichkeit in Sicherheit bringen?“ (Jes. 10,3.)

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