BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Jahrgänge -- 1918 -- 23. Oktober 1918
Diese BLZ Andacht: -- IM ORIGINAL -- Erweitert?

Voriger Tag -- Nächster Tag

JAHRGANG 1918
Oktober 1918

Mittwoch, den 23. Oktober 1918


Amos 5,10-12

Über die vielen Ungerechtigkeiten im Volke und über die böse Parteilichkeit der Richter insbesondere muß der Prophet hier klagen. Ein Richter, der gerecht entschied, ohne sich von rechts oder links beeinflussen zu lassen, war eine Seltenheit; er mußte mit dem Haß vieler rechnen, besonders derer, deren Schlechtigkeiten er an den Tag brachte. Wer vor Gericht seine Stimme gegen irgendwelche Ungerechtigkeit erhob oder für die Gerechtigkeit eintrat, der machte sich verhaßt bei dem ungerechten Volke! Statt den Gerechten zu stützen und anzuerkennen, bedrängten die ungerechten Richter ihn, während sie von den Straffälligen Lösegelder, d. h. Bestechungsgelder annahmen und sie daraufhin freisprachen! (Vgl. 2. Mose 23,6-9; 4. Mose 35,31; 5. Mose 16,18-20.) Doch Gottes Stunde wird kommen über alle, die sich durch Bestechung zur Ungerechtigkeit verleiten ließen und andererseits durch ungerechte Erpressung die Armen gedrückt und sich selbst bereichert haben - auch heute! „Gottes Zorn wird geoffenbart werden vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten!“ (Röm. 1,18.) - Vor Gott kann der Mensch seine Sünde nicht verbergen: „Ich weiß,“ spricht Er, „daß eurer Übertretungen viele und daß eure Sünden zahlreich sind!“ (Lies Luk. 8,17; Ps. 139,1-12.) Die einzige Möglichkeit, dem Zorn und Gericht Gottes zu entfliehen ist für den schuldigen Sünder die Zufluchtnahme zu der Erlösung, die dieser heilige Gott gesandt und gegeben hat in Jesus, Seinem Sohne, heute am Tage des Heils!

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 26.01.2019 19:46 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)