BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
Juni 1918

Mittwoch, den 19. Juni 1918


3. Mose 23,23-25 (V. Das Fest des Posaunenhalls)

Nach fast viermonatlicher Pause wurde im siebenten Monat des religiösen Jahres*) Israels das frohe Fest des Posaunenhalls gefeiert. Diesem folgten dann schnell die beiden letzten und höchsten Feste – der große Versöhnungstag und das Laubhüttenfest. – Dem Fest des Posaunenhalls ging also eine lange festlose Zeit von nicht ganz bestimmter Dauer voran.**) Nun aber leitete dieses Fest neue Freuden ein. – Erblicken wir in der Zeit zwischen dem Pfingstfest und dem Posaunenfest nicht ein deutliches Vorbild auf die jetzige Zeit zwischen der Ausgießung des Heiligen Geistes und der Wiederkunft des Herrn Jesu? In dieser Zeit, in welcher wir jetzt stehen, ist die Gemeinde des Herrn auf Erden und es werden dem Herrn täglich weitere Seelen gewonnen. Diese Gnadenzeit, die zugleich für uns eine Wartezeit auf die Wiederkunft Christi ist, wird einmal ihren Abschluß finden; wir wissen nicht wann – vielleicht bald! Und zwar wird es für alle, die zu der bluterkauften Gemeinde des Herrn gehören – also für alle wahren Christen – ein freudevoller, herrlicher Abschluß sein, ihre Hinaufnahme in den Himmel, die Heimholung der Braut durch den Bräutigam Selbst! Auf diesen seligen Festtag der Gemeinde, da sie mit ihrem himmlischen Bräutigam vereint werden wird, weist das Fest des Posaunenhalls in erster Linie hin. Gerade im Blick auf die Wiederkunft Jesu und die Entrückung der Gläubigen schreibt ja der Apostel Paulus:

*) Das religiöse oder heilige Jahr der Juden begann mit dem ersten Neumond (zunehmender Mond) nach der Frühlingsnachtgleiche – also in der Mitte des bürgerlichen jüdischen Jahres, welches mit dem ersten Neumond nach der Herbstnachtgleiche anfing.
**) Da das Fest der Erstlingsgarbe und das Pfingst- oder Wochenfest stets auf den Tag nach dem Sabbat fallen mußten, das Posaunenfest aber auf den ersten Tag des siebenten Monats, so war der Zeitraum zwischen dem Pfingstfest und dem Fest des Posaunenhalls bald um einige Tage länger, bald kürzer.

„Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune. Denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich und wir werden verwandelt werden!“ „Denn der Herr Selbst wird mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden zuerst auferstehen; danach werden wir, die Lebenden, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft. Und also werden wir allezeit bei dem Herrn sein!“ (1. Kor. 15,51.52; 1. Thess. 4,16.17.)

Wird das nicht ein wunderbarer „Posaunenhall“ sein, wenn wir die himmlische Posaune ertönen hören und in einem Nu und Augenblick mit all den teuren Erlösten vereint, unserem Herrn Jesu entgegengerückt werden in Wolken, um mit Ihm und durch Ihn heimgeführt zu werden in die „vielen Wohnungen“, die Er uns in Seines Vaters Hause, in der himmlischen Herrlichkeit bereitet hat?

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