BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
Januar 1918

Freitag, den 18. Januar 1918


3. Mose 23,6-8 (Das Fest der ungesäuerten Brote)

Daß dieses Fest eine ganze Woche, also sieben Tage währte, weist uns darauf hin, daß nach Gottes Gedanken das Sichscheiden und Geschiedensein von Welt und Sünde und allem Ungöttlichen fortdauern und unser ganzes Leben und Zeugnis für den Herrn kennzeichnen soll. „Deinem Hause, Jehova,“ zu welchem alle Gläubigen gehören, „geziemt Heiligkeit auf Länge der Tage“, d. h. auf immerdar. (Ps. 93,5.) Die neue Natur in uns liebt das Gute und leidet unter dem Bösen, sie haßt und flieht es. Deshalb ist das Erlöst- und Gelöstsein von der Sünde, von Ungerechtigkeit und Eitelkeit und vom eignen alten Wesen der erneuerten Seele eine ersehnte Befreiung, ein wahres Fest! Sie jubelt, dass sie die Sünde nicht mehr tun muß, daß sie dem alten Ich nicht mehr zu gehorchen braucht. „Meine Lippen und meine Seele, die Du erlöst hast, sind fröhlich und lobsingen Dir!“ (Ps. 71,23; lies auch Luk. 1,68.69.74.75; Röm. 6,17-23.) Jubelst auch du darüber, daß du aus der Macht und Knechtschaft der Sünde errettet bist? Ist dein Leben solche Festfeier? – Wir hören hier, daß die Israeliten während dieses siebentägigen Festes dem Herrn täglich ein Feueropfer auf dem Altar darbrachten zum lieblichen Geruch. So dürfen und sollen wir alle Tage neu in unserem Leben „die Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum ist, zur Herrlichkeit und zum Preise Gottes“ darbringen (lies Phil. 1,9-11) – d. h. das tun, was Ihm wohlgefällt, in selbstloser Liebe, Geduld, Lauterkeit und Treue handeln und wandeln. Auch dieses Opfer gehört zur „Festfeier“!

Für den ersten sowohl als den letzten Tag des Festes befiehlt Jehova: „Keinerlei Dienstarbeit (eigentlich Werkgeschäft) sollt ihr tun!“ – Weder unser Eintritt in die Lebensgemeinschaft mit Gott, noch unser schließlicher Eingang in die himmlische Herrlichkeit gründet sich in irgend einer Weise auf unser Wirken und Verdienst. Für beides – sowohl für unsere Errettung und Bekehrung als auch für unsere Hindurchbringung und unseren Eingang zur ewigen Ruhe und Seligkeit – werden wir nur die Gnade, Treue und Macht unseres Gottes in Zeit und Ewigkeit rühmen! Wer sich die Zugehörigkeit zu Gottes Volk und den Eingang in den Himmel durch eigene Werke und Frömmigkeit verdienen will, wird zu keinem von beiden gelangen!

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