BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1917
September 1917

Dienstag, den 25. September 1917


Psalm 110,1a

So kurz dieser Psalm Davids ist, so köstlich und unerschöpflich reich ist sein Inhalt – eine ganz unmittelbare, herrliche Weissagung auf Christum, den göttlichen König und Priester auf Seinem Throne. Häufig nimmt das Neue Testament Bezug auf diesen Psalm. Christus Selbst führt ihn den Pharisäern und Hohenpriestern an zum Beweise der Göttlichkeit Seiner Person (Matth. 22,41-46; 26,63-64). Die Apostel greifen wiederholt auf denselben zurück, um zu erweisen, daß Christus durch Seine Auferstehung und Himmelfahrt zur Rechten Gottes erhöht und von Gott sowohl zum HErrn und Gesalbten als auch zum Hohenpriester in Ewigkeit gemacht worden ist (Lies Apg. 2,33-36; 5,30-31; 7,55 56; Eph. 1,20-23; 1. Petri 3,22; Hebr. 5,5-6; 7,17.20-28) – Luther sagt von diesem Psalm, es sei darin „ein großer, reicher Born, ja, eine Schatz- und Fundgrube aller christlichen Lehre und christlichen Verstandes, göttlicher Weisheit und göttlichen Trostes, als sonst fast nirgends in der Schrift an einem Orte so reich und völlig beieinander zu finden ist!“ – Daß dieser Psalm nur in Christo seine volle Bedeutung und Erfüllung findet, ist über allen Zweifel erhaben (Vgl. 2.Sam. 23,1-7; Sach. 6,12-13).

David schreibt unter göttlicher Eingebung nieder, was er im Geiste hat vernehmen dürfen: den feierlichen „Spruch Jehovas“ an Den, welchen David hier seinen HErrn nennt – den künftigen Messias. Derselbe soll Davids Sohn (Nachkomme) und doch zugleich göttlich erheben sein, daß er sich im Geiste huldigend vor Ihm beugt und sich Seiner Herrlichkeit freut. Wie kostbar, daß auch wir diesen „Spruch Jehovas“ an den Messias, unseren Herrn Jesum, vernehmen dürfen! Er lautet: „Setze Dich zu Meiner Rechten, bis Ich Deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße!“ – Andere Psalmen, auch der vorangehende 109., reden von der tiefen, freiwilligen Erniedrigung Christi, welcher, „da Er reich war, um unseretwillen arm ward“ und, „der Schande nicht achtend, das Kreuz erduldete.“ Hier wird Seine Himmelfahrt und Erhöhung zum Throne Gottes gefeiert. Er, der zuvor als ein „Armer“ vor ungerechten Richtern stand und von ihnen zum schmachvollen Tode am Fluchholz verurteilt worden ist, wird hier von Gott aufgefordert, den höchsten Ehrenplatz zur Rechten Seiner Majestät im Himmel einzunehmen (Psalm 110,1 ist Gottes Antwort auf Christi Bitte in Psalm 109,29!) Seine Auferweckung aus den Toten wird als selbstverständlich mit einbegriffen. Das Erlösungswerk, um dessentwillen Er Mensch geworden und in die Welt gekommen ist als der vom Vater Gesandte, ist vollbracht. Und nun kehrt Er aus der Welt zum Himmel zurück, von Gott berufen zu höchster Ehre und Herrlichkeit.

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