BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1917
August 1917

Sonnabend, den 25. August 1917


Hosea 9,11-14

Der äußere Glanz, welcher bisher dem Volke immer noch in gewissem Maße geblieben war, sollte vollends schnell vergehen, so wie ein leichtbeschwingter Vogel davonfliegt. Gott wollte die schrecklichen Unzuchtssünden Israels mit Unfruchtbarkeit und Verminderung heimsuchen. Womit man sündigt, damit wird man gestraft! Wenn sie noch Söhne großzogen, so sollten diese durch den Tod, durch Kriegsschwert und Gefangenschaft dahingerafft werden, daß bald kein Mann mehr im Lande übrig blieb. (5. Mose 32,25.) - „Wehe ihnen, wenn Ich von ihnen weiche!“ Gott entzieht Sich einem Volke, das Ihn und Sein heiliges Wort mißachtet und von sich stößt. Und wenn Gott von einem Menschen oder einem Volke weicht, dann ist dessen Untergang besiegelt. - Gott hatte mit Israel herrliche Absichten gehabt und hatte es in eine Stellung und Segnung eingesetzt, in welcher es hätte wunderbar gedeihen und Ihm Frucht bringen können; es hätte an äußerem Glanz dem reichen und mächtigen Tyrus gleichkommen, ja, dasselbe überragen und überdauern können.*) Aber ach! es hatte sich gar so schnell von Jehova, seinem treuen Bundesgott, abgewandt, darum verfiel es dem Strafgericht; es mußte „seine Söhne den Würgern hinausbringen“. - Der Prophet weiß in seiner Entrüstung und Traurigkeit über das Volk, das er zugleich so sehr liebte, nicht, was er für dasselbe erbitten soll. Er bittet schließlich um Unfruchtbarkeit, um Kinderlosigkeit. Diese war in Übereinstimmung mit Gottes Absichten eine schwere Strafe (vgl. V. 11) und doch zugleich, wenn die furchtbaren Gerichte über das Volk hereinbrachen, eine gewisse Erleichterung; denn wer keine Kinder hatte, brauchte deren Elend und Tod nicht mit anzusehen und zu beklagen. (Vgl. Luk. 23,29.) - Heilige Liebe kann für die Geliebten auch Schweres erbitten, wenn dies zu ihrer Rettung und Zurückführung zum HERRN dient! (Vgl. Jak. 5,17.)

*) Vers 13 lautet wörtlich: „Ephraim, wie Ich es ersehen, war zu einem Tyrus gepflanzt in der Aue; aber nun muß Ephraim seine Söhne zum Würger hinausbringen!“

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