BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1917
August 1917

Dienstag, den 14. August 1917


Hosea 7,15.16

Hatte der HERR es um Israel verdient, daß es sich so gänzlich von Ihm wegwandte? Hatte Er nicht „ihre Arme unterwiesen und gestärkt“ (vergl. Psalm 18,34 [Luther 18,35]), d. h. sie gelehrt, wo wirkliche Kraft zum Wandel und Kampf, zum Tragen und Überwinden zu finden war und sie diese Kraft auch erfahren lassen, solange sie sich zu Ihm hielten? Wie hatte Er doch Israel immer wieder Sieg über ihre Feinde gegeben, wenn sie nur irgend Sein Angesicht suchten, selbst nachdem sie Ihn vielfach betrübt hatten! (Vergl. z. B. 2. Kön. 14,25-27.) - Nun aber dachten sie nicht nur Böses über Ihn, sondern ersannen sogar Böses wider Ihn! Wohl gab es in Notzeiten Wendungen in ihrer Gesinnung, in Augenblicken der Bedrängnis eine Notbuße; aber zu einer wirklichen Rückkehr zu Ihm, ihrem heiligen und treuen Gott, kam es nicht mehr. Israel glich einem trüglichen Bogen, auf den man vergeblich rechnet, da seine Sehne die Spannkraft verloren hat, so daß seine Pfeile das Ziel nicht erreichen. (Vergl. Psalm 78,57.) Das Volk entsprach seiner göttlichen Bestimmung in keiner Weise mehr! - Wollen wir als Volk Gottes uns dies nicht alles zur Warnung dienen lassen? Möchte der HERR durch uns nicht so enttäuscht, betrübt und verunehrt werden wie einst durch Israel; dafür trägt jeder Einzelne von uns Verantwortung! - V. 16b: Israels Fürsten sollen durchs Schwert fallen als diejenigen, welche dem Volke in Sünde und Abfall vorangegangen sind und es in frecher, gegen Gott wütender Weise aufgehetzt hatten. Ihr schmähliches Ende wird den Spott des Landes Ägypten erwecken. (Vergl. Jes. 30,1-5.) Je freier und höher eines Menschen Stellung, desto größer seine Verantwortlichkeit!

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