BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1917
Februar 1917

Montag, den 19. Februar 1917


Hosea 2,19.20 (Luther 2,21.22)

Hier haben wir den Höhepunkt der wunderbaren Verheißungen Gottes für Sein Volk. Herrlicher und ausführlicher noch als in Vers 16 redet Er hier von dem neuen Bunde der Gnade, den Er mit Israel schließen wird, unter dem Bilde einer Verlobung. Er, der Gnadenreiche, Heilige und Barmherzige, will das einst so wankelmütige, untreue und abtrünnige Volk, nachdem Er es durch die Macht Seines Geistes und Seiner Gnade von Grund aus umgewandelt und zurechtgebracht hat, auf einer ganz neuen Grundlage mit Sich Selbst verloben. Er will ihr Gott, sie sollen Sein Volk sein und Ihn in einer Weise erkennen, wie nie zuvor! Im Gegensatz zu der Hinfälligkeit des ersten Bundes unter dem Gesetz, soll der künftige ein ewiger Gnaden- und Friedensbund sein, der nicht wanken wird, weil er auf Christum und die Erlösung von Golgatha gegründet wird.*) (Lies Jes. 54,4-10.) - Nicht nur das Volk Israel - die ganze Menschheit nennt Gott ein „verdrehtes und verkehrtes“, ein „ehebrecherisches und sündiges Geschlecht“. (Mark. 8,38; Phil. 2,15.) Wer sich noch nie persönlich mit den Sünden seines Lebens der strafenden Gerechtigkeit Gottes gegenübergesehen und gebeugt hat in tiefem Bußschmerz, der kann auch nichts erfahren von Gottes wunderbarer Gnade und Barmherzigkeit durch Christum! Und doch ist es Gottes Verlangen, an jeder einzelnen Menschenseele heute jenes von Grund aus erneuernde Gnadenwerk Seines Geistes zu tun, welches Er später an Seinem Volke Israel tun wird! - Auch an die Ungeretteten unter unseren Lesern ergeht heute Gottes gnädige und zugleich so ernste und dringende Einladung - auch nach dir streckt Er Seine Retterarme aus, der du bis jetzt unentschieden und zögernd dastehst! Der HERR will dich mit Sich Selbst in eine ganz neue, zuvor nicht gekannte innere Verbindung bringen; Er spricht auch zu dir: „Ich will dich Mir verloben!“ Willst du nicht heute kommen und dich tief wegen deiner Sünden demütigen, dich von Herzen mit Gott versöhnen lassen durch Christum und Sein heiliges Blut? „So sind wir nun Gesandte für Christum, als ob Gott durch uns ermahnte; wir bitten an Christi Statt: Laßt euch versöhnen mit Gott!“ (2. Kor. 5,20.)

*) Christus und Sein am Kreuz vollbrachtes Erlösungswerk ist also nicht nur der unerschütterliche Fels, auf welchem in der Gegenwart die Gemeinde erbaut wird, sondern auch die ewige Heilsgrundlage des neuen Bundes mit Israel in der Zukunft. - Während der Bestand des ersten Bundes von dem abhing, was Israel nach dem Gesetz tun sollte, gründet sich der neue Bund auf das, was Gott in Christo aus Gnaden für Israel getan hat! - Der (heute noch zukünftige) neue Bund wird also ebenso mit Israel geschlossen werden, wie einst der erste Bund. (Lies z. B. Hebr. 8,8.10.) Die Gemeinde steht in höheren und innigeren geistlichen Beziehungen zum HERRN; sie wird als „das Weib des Lammes“ mit Ihm über Israel herrschen, sogar die Engel richten und die Welt regieren!

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