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JAHRGANG 1916
November 1916

Sonnabend, den 11. November 1916


3. MOSE 14,48

Es gab auch Fälle, wo nach den eingreifenden, in V. 40-42 beschriebenen Maßnahmen ein Haus wirklich dauernd von dem Aussatzübel befreit war. Dies konnte sich aber immer erst im Verlauf eines gewissen Zeitraumes erweisen, und dann sollte der Priester das Haus für rein erklären. So kann es, Gott sei dafür gedankt! auch sein, daß eine Gemeinschaft, ein gläubiger Kreis oder eine gläubige Familie nach ernster, tiefgreifender Sichtung und Ausscheidung des Ungöttlichen, nach Läuterung und Heiligung Aller wirklich und dauernd gereinigt ist und zum Wohlgefallen Gottes dasteht, ein lebendiges und liebliches Zeugnis von Seiner heilenden, wiederherstellenden Gnade. Ach, daß dies sowohl bezüglich eines ganzen Kreises als eines Einzelnen solch ein seltener Fall ist! Vollständige, auf den Grund gehende und dauernde Heilung, wirkliche Zurechtbringung und Rückkehr zur ersten Liebe und zu den ersten Werken ist – mit großem Schmerz muß es gesagt werden – ein seltener Fall unter dem Volke Gottes. Und die Hauptschuld daran ist wohl nicht denen beizumessen, welche vom rechten Wege abgeirrt und in Sünde geraten waren, sondern vielfach dem ganzen niedrigen Stand des Wandels und der Gesinnung unter den Gläubigen. Es fehlt unter dem Volke Gottes an solchen, die den Abgeirrten in der rechten, heiligen und zugleich liebevollen, göttlichen Art begegnen – es fehlt an der allerwirksamsten Art der Strafe und Zurechtweisung: an dem geheiligten und vom Geiste der Gnade und Wahrheit durchdrungenen Sinn und Wandel, dem sich selbst das verhärtetste Herz und Gewissen nicht ganz entziehen kann! (Eph. 5,10.)

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