BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS VIERTE BUCH MOSE (Numeri)
B. ISRAELS ZUG VOM SINAI NACH KADESCH (4. Mose 10:11-12:16)
11. Mose sagte dem HERRN, die Leitung des Volkes sei ihm zu viel. Er würde lieber sterben als weitermachen. (4. Mose 11,14.15)

4. Mose 11,14.15

14 Ich vermag alles das Volk nicht allein zu ertragen; denn es ist mir zu schwer. 15 Und willst du also mit mir tun, so erwürge ich mich lieber, habe ich anders Gnade vor deinen Augen gefunden, daß ich nicht mein Unglück so sehen müsse.

Psalm 31

1 Ein Psalm Davids, vorzusingen. 2 HERR, auf dich traue ich, laß mich nimmermehr zu Schanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit! 3 Neige deine Ohren zu mir, eilend hilf mir! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, daß du mir helfest! 4 Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wolltest du mich leiten und führen. 5 Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir gestellt haben; denn du bist meine Stärke. 6 In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott. 7 Ich hasse, die da halten auf eitle Götzen; ich aber hoffe auf den HERRN. 8 Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte, daß du mein Elend ansiehst und erkennst meine Seele in der Not 9 und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellst meine Füße auf weiten Raum. 10 HERR, sei mir gnädig, denn mir ist angst; meine Gestalt ist verfallen vor Trauern, dazu meine Seele und mein Leib. 11 Denn mein Leben hat abgenommen vor Betrübnis und meine Zeit vor Seufzen; meine Kraft ist verfallen vor meiner Missetat, und meine Gebeine sind verschmachtet. 12 Es geht mir so übel, daß ich bin eine große Schmach geworden meinen Nachbarn und eine Scheu meinen Verwandten; die mich sehen auf der Gasse, fliehen vor mir. 13 Mein ist vergessen im Herzen wie eines Toten; ich bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß. 14 Denn ich höre, wie mich viele schelten, Schrecken ist um und um; sie ratschlagen miteinander über mich und denken, mir das Leben zu nehmen. 15 Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! 16 Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. 17 Laß leuchten dein Antlitz über deinen Knecht; hilf mir durch deine Güte! 18 HERR, laß mich nicht zu Schanden werden; denn ich rufe dich an. Die Gottlosen müssen zu Schanden werden und schweigen in der Hölle. 19 Verstummen müssen falsche Mäuler, die da reden gegen den Gerechten frech, stolz und höhnisch. 20 Wie groß ist deine Güte, die du verborgen hast für die, so dich fürchten, und erzeigest vor den Leuten denen, die auf dich trauen! 21 Du verbirgst sie heimlich bei dir vor jedermanns Trotz; du verdeckst sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen. 22 Gelobt sei der HERR, daß er hat eine wunderbare Güte mir bewiesen in einer festen Stadt. 23 Denn ich sprach zu meinem Zagen: Ich bin von deinen Augen verstoßen. Dennoch hörtest du meines Flehens Stimme, da ich zu dir schrie. 24 Liebet den HERRN, alle seine Heiligen! Die Gläubigen behütet der HERR und vergilt reichlich dem, der Hochmut übt. 25 Seid getrost und unverzagt, alle, die ihr des HERRN harret!

„Ich allein!“? War Mose denn allein? Hatte der Herr ihm nicht, als er die Führerschaft übernahm, zugesagt: „Ich werde mit dir sein!“ „Mein Angesicht wird mitgehen!“? (2. Mos. 3,12; 33,14.) Ist ein Gläubiger jemals allein?

2. Mose 3,12 -- Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir ein Zeichen sein, daß ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge. / 2. Mose 33,14-- Er sprach: Mein Angesicht soll vorangehen; damit will ich dich leiten.
Nein, niemals allein! So hat der Herr mir verheißen,
Niemals läßt Er mich allein!

„Ich vermag nicht!“? Hatte Gott, hatte Mose das jemals erwartet, daß er, ein schwacher Mensch, vermöchte, ein Volk von mehr als 600 000 Männern mit ihren Frauen und Kindern, mit ihren Lasten und Nöten, mit ihren Verkehrtheiten und Versuchungen zu tragen, zu versorgen, hindurchzubringen? - Das Wort: „Ich kann nicht!“ sollte niemals über die Lippen eines Kindes Gottes kommen einem göttlichen Auftrag gegenüber, denn Gott kann! „Gott aber ist mächtig, jede Gnade gegen euch überströmen zu lassen, auf daß ihr in allem stets volle Genüge habt und reich seid zu jedem guten Werke!“ (2. Kor. 9,8.) - „Es ist mir zu schwer!“? Legt der Herr jemals eine Last auf unsere Schultern, auf unser Herz, die zu schwer für uns ist? Das tut ja nicht einmal eine vernünftige Mutter, ein rechter Vater; sie bedenken, wie klein die Kraft des Kindes ist und legen ihm nicht mehr auf, als es tragen kann. Und das sollte Gott tun? Nein, Er „ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern wird mit der Prüfung auch den Ausgang schaffen, so daß ihr sie ertragen könnt!“ (Lies Ps. 68,19.20 [Luther 68,20.21].)

Psalm 68,20.21 -- 20 Gelobet sei der HERR täglich. Gott legt uns eine Last auf; aber er hilft uns auch. (Sela.) 21 Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn HERRN, der vom Tode errettet.

Nun müssen wir auch Gebrauch machen von der unerschöpflichen Kraftquelle, die uns zur Verfügung steht. Wenn man die Maschine nicht einschaltet in die Verbindung mit dem elektrischen Kraftstrom, dann wundere man sich nicht, wenn sie die Arbeits- oder Traglast nicht bewältigen kann! Unser Vertrauen ist der Einschalter, der die Verbindung zwischen unserem Nichtkönnen und Gottes Allvermögen herstellt! „Ich vermag alles durch Den, der mich mächtig macht, Christus!“

(Mittwoch 16. August 1922)

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